Befragung

Lichtwarkhaus: Wohin mit den vielen Ideen?

Bergedorf. Noch bis kommende Woche will das Hamburger Planungsbüro Über Normal Null (ÜNN) Ideen für die Umgestaltung und bessere Nutzung des Lichtwarkhauses sammeln. Einige Anregungen werden die Planer jedoch nicht erreichen - trotz Tausender verteilter Teilnahmekarten.

"Die Idee, die Menschen zu fragen, ist schön. Doch was nutzt es, wenn ich nicht weiß, wem ich meine ausgefüllte Karte schicken soll?" Rentnerin Sieglinde Harms ist mit ihrer Kritik nicht allein. Nachdem unsere Zeitung über Pläne zur Umgestaltung des Lichtwarkhauses und über die anlaufende Befragungsaktion berichtet hatte, hat Bergedorfs Seniorenbeirat Befragungskarten angefordert, um sie an Senioren zu verteilen. Schließlich soll das Haus an der Holzhude künftig mit einem breiteren Angebot mehr Menschen von jung bis alt ansprechen, zu einem "Community Center" werden.

"Auf den Karten sind weder Postanschrift noch Fax-Adresse aufgeführt", kritisiert Seniorenbeiratsvorsitzender Gerd Plambeck. Mehr noch, der Hinweis, die Karten könnten in einen der aufgestellten Ideenbriefkästen geworfen werden, nutze niemand. "Angaben, wo die stehen, fehlen ebenfalls." So werde die Befragung kein repräsentatives Ergebnis erbringen, fürchtet Plambeck, "wegen der dilettantischen Ausführung" werde die Beteiligung gering.

"ÜNN hat Erfahrungen mit solchen Befragungen, die wissen, was sie tun", sagt Sven Dahlgaard, Leiter des Amtes für Sozialraummanagement: Wer die Kartenverteiler frage, werde auf die neu aufgestellten, roten Antwortbriefkästen hingewiesen. Am 28. Februar werden die Ergebnisse im Lichtwarkhaus präsentiert.

Die auffälligen Kästen finden sich am Lichtwarkhaus und am Fachmarktzentrum, beiderseits des Bahnhofs, vor Aldi am Neuen Weg, Netto an der B5, auf dem Bergedorfer Markt, Johann-Adolf-Hasse Platz und am Kaiser-Wilhelm-Brunnen. In Lohbrügge hängen sie auf dem Marktplatz und an der Marktkauf-Info.