Zivilfahnder

Brutaler Handy-Räuber gefasst

Bergedorf (upb). Zahlreiche Zivilfahnder sind gestern mit den Bussen der Linien 12 sowie 232 gefahren und haben die Bahnhöfe in Hamburgs Osten observiert. Ihr Ziel: Der brutale Handy-Räuber, der seit fünf Wochen in Hamburgs öffentlichen Verkehrsmitteln sein Unwesen treibt.

Der Großeinsatz hatte Erfolg: Um 11.15 Uhr klickten auf dem Bahnsteig in Mümmelmannsberg die Handschellen. Plötzlich war hier ein junger Mann mit einer auffällig gestreiften Jacke aufgetaucht, wie sie die Beamte schon von den Überwachungskameras her kannten. Sofort griffen die Kripo-Leute zu und stellten bei der Durchsuchung des Mannes zwei Handys sicher, die später als Diebesgut identifiziert werden konnten. Bei der Durchsuchung der Wohnung des 21-Jährigen in Boberg wurden zudem weitere Kleidungsstücke sichergestellt, die er bei Handy-Überfällen trug.

Der Täter hatte sich seine überwiegend jugendlichen Opfer jeweils in den Bussen der Linien 12 und 232 sowie an Bahnhöfen ausgesucht, um ihnen dann zu folgen. Abseits belebter Plätze sprach er sie an, zückte ein Messer und forderte damit die Herausgabe des Mobiltelefons. Zudem steckte er sich das Geld seiner Opfer ein, sofern die etwas dabei hatten.

Die Kripo konnte dem Boberger bisher acht Taten nachweisen, davon vier im Bezirk. Die Ermittler gehen jedoch davon aus, dass er weit mehr Straftaten beging. Möglicherweise war er auch schon vor dem 2. Dezember aktiv, dem bisher bekannten Beginn der Raubserie. Der 21-Jährige wurde nach der Vorführung beim Richter ins Untersuchungsgefängnis überstellt.