Bergedorf-Jubiläum

850 Jahre alt und für jeden was im Angebot

Bergedorf. Als Bergedorf erstmals urkundlich erwähnt wird, ist Heinrich der Löwe etwa 30 Jahre alt, das Destillieren von Alkohol wird bekannt und Hildegard von Bingen widmet sich der Kräuterheilkunde.

Und sie hätte Freude gehabt an der bunten Aktion der Landfrauen, die zum 850-jährigen Bestehen Bergedorfs im Spätherbst 3000 Blumenzwiebeln am Schillerufer zu einer 850 ausgepflanzt haben. Sie werden im März erblühen. Doch diese Aktion ist nur eine von bislang gut 120, die zum Jubiläum 2012 geplant sind.

Offiziell wird der Marathon an Festen, Konzerten, Ausstellungen, Führungen, Mitmachaktionen und anderen Überraschungen am Montag, 26. März, im Haus im Park mit einem Festakt eröffnet. Doch los geht's schon mit einem großen Bergedorf-Stand auf der Reise-Messe in den Hamburger Messehallen. Vom Mittwoch bis Sonntag, 8. bis 12. Februar, wird jeder Besucher auf Bergedorf aufmerksam gemacht.

Das Programm, das hier geboten wird, ist so umfangreich, dass buchstäblich jeder angesprochen wird. Musikfreunde kommen mit bislang 20 Konzerten auf ihre Kosten. Schülerkonzerte, Klezmer (innerhalb der "Woche des Gedenkens"), "Laut gegen Rechts" mit Bergedorfer Bands, der Bergedorfer Kammerchor, Pop und Rock, der "Tag der Chöre" mit 15 Singgemeinschaften im Schlosshof, die Bergedorfer Musiktage mit klassischer und Kirchenmusik und das NDR-Hafenkonzert locken ihre Fans.

Einen roten Faden wird die Sternwarte durch das Jubiläumsjahr ziehen, in dem sie anlässlich des eigenen 100-jährigen Bestehens in Bergedorf an jedem dritten Mittwoch im Monat einen hochkarätigen Referenten mit einem spannenden Vortrag präsentiert.

Ausstellungen machen schlau über den Bergedorfer Hafen, innerhalb der "Woche des Gedenkens" beleuchtet "In Hamburg habe ich meine Jugend gelassen" Zwangsarbeit in der Hansestadt in der Zeit von 1940 bis 1945. "Demokratie stärken - Rechtsextremismus bekämpfen" will genauso informieren wie die "2. Bergedorfer KunstSchau" im Schloss oder der "Maisalon" im alten Schulhaus, "Wolfgang Götze zeichnete Bergedorf" oder die "Glaskunst" sowie "Handel und Wandel im Sachsentor" und natürlich "850 Jahre Bergedorf" im Schloss.

Genug geschaut und gestaunt! Es gibt genauso Spannendes zum Mitmachen. Neben einem VHS-Foto-Wettbewerb wird es auch sportlich. Straßenmalerei für Groß und Klein, ein Hallenfußballturnier der Kulturen, ein antifaschistischer und andere Stadtrundgänge, historische Radtouren und Wanderungen, mitbauen am Ewer im Serrahn, der "bz"-EM-Cup und die "Bergedorfer Weltreise" für Kinder, Drachenbootrennen, Malworkshops, der 1. Bergedorfer Citylauf und das unvergleichliche "Historische Mitmachspektakulum: Stürmen wir das Bergedorfer Schloss!", bei dem sich jeder mit ins Getümmel stürzen kann ( www.Schloss850.de ).

Etwas Neues bietet die "Magie der Nacht". Im Frühling und im Herbst wird an den Tag- und Nachtgleichen der Schlosspark mit Licht, Kunst, Musik, Schauspiel und Feuer ein anderes Gesicht bekommen. Es wird einen Ostermarkt, ein Sommerfest und einen Landmarkt jeweils mit Sonntagsshopping, den Mittelalterlichen Markt "Kramer, Zunft und Kurtzweyl" sowie den ebenso mittelalterlichen Weihnachtsmarkt geben.

"20 Jahre Lola Kulturzentrum", Kino, Theater, Lesungen, eine Modenschau, ein Bildhauersymposium und Tage der offenen Türen von Krankenhaus Bethesda und Sternwarte komplettieren das Angebot, das im Internet unter www.bergedorf.de/850-jahrfeier.html zu finden ist.