Instandsetzung

Viel Schotter für den Bille-Wanderweg

Lohbrügge. Es wirkt wie eine frisch aufgebrachte Asphalt-Schicht, was jetzt ein Teilstück des Bille-Wanderwegs überzieht. Auf gut einem Kilometer Länge erstreckt sich das dunkle Band südwestlich im Halbrund um die Bojewiese.

"Eine tolle Sache, mit der ich hundertprozentig zufrieden bin. Vorher war das hier eine richtige Matschpiste", sagt Zvonko Zulem. Der Rentner lebt im Wohngebiet Bojewiese und geht auf dem Weg zusammen mit Ehefrau Rita täglich spazieren.

Andere Nutzer sind weniger begeistert. Sie sehen den neuen Belag als unnötige Versiegelung des Wegs Richtung Naturschutzgebiet. Doch Bergedorfs Grün-Chef Wolfgang Charles gibt Entwarnung: "Der neue Untergrund ist kein Asphalt sondern Schotter. Er dient als Tragschicht und ist keinesfalls eine Versiegelung, sondern wasserdurchlässig. Wir unterziehen diesen Teil des Bille-Wanderwegs gut 20 Jahre nach seinem Bau gerade einer Grundinstandsetzung."

Dabei sei der jetzt sichtbare Schotter nur der erste Schritt. Es folge noch eine zweite Schicht aus deutlich feinerem Grand, mit der das gewohnte Bild des Wegs wiederhergestellt werde. "Aber die können wir erst aufbringen, wenn die Witterung trocken und zudem frostfrei ist", sagt Charles. "Das kann sich also bis in den März hinein verzögern."

Damit ist dann die erste einer ganzen Reihe von Maßnahmen auf dem beliebten Wanderweg abgeschlossen. Als zweiter Abschnitt stehen die gut 3,5 Kilometer zwischen Boberger Furt und Billwerder Kirchensteg entlang der Bille südlich vom Naturschutzgebiet Boberger Niederung im Frühjahr auf dem Grundinstandsetzungsprogramm. Zusammen mit dem aktuellen Teilstück lassen sich Bezirk und Hansestadt Hamburg das 300 000 Euro kosten.

Und auch am anderen Ende Bergedorfs rücken im Frühjahr die Maschinen an. Weitere 150 000 Euro werden an der oberen Bille von der Landesgrenze bei Reinbek bis zur Wilhelm-Bergner-Straße verbaut. Auch dort ist die Grundinstandsetzung des Bille-Wanderwegs das Ziel. Die Finanzierung teilt sich der Bezirk hier mit dem Lohbrügger Programm für integrierte Stadtteilentwicklung.

"Bei allen Maßnahmen werden die Trage- und die Deckschicht entfernt und komplett neu aufgebaut", sagt Wolfgang Charles. "Der neue Weg sollte also wieder mehrere Jahrzehnte halten."