Saarstraße

Sechs Bäume müssen weichen

Bergedorf (stri). Die Stürme machen ihr Sorgen, ein "Riesengeschoss von Baum" sei zuletzt im Garten umgekracht: "Zum Glück gab es keinen Personenschaden", sagt Birgit Heitmann, die das Kellinghusen-Seniorenheim an der Saarstraße leitet.

Aber weil es in dem kleinen Park hinterm Haus doch viele alte Bäume gibt, wollte sie auf Nummer sicher gehen - und ließ Dr. Dirk Dujesiefken vom Bergedorfer Institut für Baumpflege ein 37-seitiges Gutachten erstellen. Fazit: Sechs von 47 Bäumen fallen der Kettensäge zum Opfer.

Eiche, Birke, Fichte und Vogelbeere sind betroffen, zudem zwei Buchen. "Eine der Buchen ist etwa 80 Jahre alt und 20 Meter hoch", sagt der Reinbeker Baumpfleger Axel Bohlens, der den Riesenporling im Stammfuß nicht behandeln kann: "Ein Pilz lässt sich nicht aufhalten", sagt der 41-Jährige. Auch die eingefaulten Astungswunden der großen Sand-Birke sind nicht heilbar - ihre Verkehrssicherheit ist damit nicht mehr so gewährleistet wie es die Hamburger Baumschutzsatzung vom 17. September 1948 vorsieht.

Eine Woche lang werden die Baumpfleger am Altenheim arbeiten, müssen teils die Straße absperren, wenn das Totholz abgesägt wird. Andere Bäume können noch saniert werden, Spezialseile sorgen dann für eine Sicherung der Krone. "Zweimal jährlich, mal belaubt und mal im Winter, sollte man sich die eigenen Bäume angucken. Jeder Laie kann Totholz von einem lebenden Ast unterscheiden. Aber wenn ein Pilz-Verdacht besteht, sollte man doch besser den Fachmann rufen", rät Axel Bohlens, der alle Richtlinien kennt, so auch für den "Lichtraumprofilschnitt". Der besagt nämlich, dass ein Fußweg bis zu 2,50 Meter in der Höhe freigeschnitten sein muss. Bei Straßen sind sogar 4,50 Meter vorgeschrieben, damit auch Laster, Feuerwehr und Rettungswagen problemlos passieren können.

Bis Ende Februar dürfen die Hamburger ihre Bäume beschneiden, in Schleswig-Holstein gilt der 14. März als letztes Datum für den Winterschnitt. "Allerdings ist der Sommerschnitt sowieso besser. Wenn der Baum wächst und die Säfte fließen, ist auch die Wundheilung besser", sagt der Fachagrarwirt für Baumpflege.