Projekt

Die Schulenbrooksbek soll sauberer werden

Bergedorf. Sie haben bereits die Mittlere Bille unter die Lupe genommen und den Schleusengraben auf Qualität und Vielfalt untersucht. Nun war die Schulenbrooksbek das Forschungsobjekt einer Klasse der Gewerbeschule 19 für Bautechnik/Umwelttechnik in Bergedorf-West.

Im Grünausschuss stellten Schüler der Klasse UT 10 die Ergebnisse vor. Fazit: Der etwa fünf Kilometer lange Bach hat nur eine Gewässerqualität der Stufe III-IV - auch, da offenbar an einer Stelle verunreinigtes Wasser eingeleitet wird.

Die Schüler hatten das Flüsschen, das in Wentorf vornehmlich aus Regenwasser gespeist wird und (teilweise verrohrt) bis in die Brookwetterung fließt, genau untersucht. Sie stellten die biologische und chemische Gewässergüte fest. Um die biologische Vielfalt zu ermitteln, entnahmen sie auf 1250 Metern Länge an sieben Messpunkten Proben. Vor allem Flohkrebse und vereinzelt ein paar Mücken- und Käferlarven entdeckten sie - insgesamt nur vier Arten.

Für die chemisch-physikalische Untersuchung wurde an neun Punkten gemessen. Ergebnis: die organische Belastung ist gering. Doch der Anteil an Phosphat ist ungewöhnlich hoch - vor allem an einer Stelle. "Das lässt auf eine Einleitung schließen", sagt Schüler Pascal Leube. Schließlich wurde noch die Ufervegetation untersucht. Hier reicht das Fazit je nach Lage von "wenig naturnah" bis "naturnah".

Um die Qualität der Schulenbrooksbek insgesamt zu verbessern, schlagen die Schüler verschiedene Maßnahmen vor - Rückbauten, eine Abflachung des Ufers sowie ein Wasserrückhaltebecken bei Starkregen.

Alle Vorschläge will das Amt für Wasserwirtschaft im Bezirk ansehen. "Wir haben zwar auch schon einen Entwurf für die Schulenbrooksbek", sagt Amtsleiter Uwe Wehling. Aber noch sei die Planung nicht endgültig. Zudem soll geklärt werden, ob tatsächlich an einer Stelle verunreinigtes Wasser eingeleitet wird.

Sicher ist, dass die Qualität des Flüsschens verbessert werden muss, auch um die EU-Wasserrahmenrichtlinie zu erfüllen. "Vor allem die Erosion der Sohle muss gestoppt werden", so Wehling. Er hofft auf erste Maßnahmen in 2012.

© Bergedorfer Zeitung 2018 – Alle Rechte vorbehalten.