Einkaufszentrum CCB

Riesen-Sandkiste darf bleiben - zumindest vorerst

Bergedorf (upb). Die beliebteste Sandkiste Bergedorfs liegt im Einkaufszentrum CCB. Seit mehr als einer Woche tummeln sich täglich Hunderte Kinder in dem 200 Quadratmeter großen Areal auf der Brücke zwischen Neu- und Altbau über dem Serrahn.

Längst legen hier nicht nur Familien im Shopping-Stress eine Pause ein. Auch ganze Kindergarten-Gruppen wurden schon gesichtet.

Doch die Tage dieser Attraktion sind gezählt. "Eigentlich sollte die Sandkiste am kommenden Dienstag verschwinden. Denn wir brauchen Platz für unsere Weihnachtsdekoration", sagt CCB-Manager Uwe Eigenbrod, der natürlich weiß, dass er damit einen Sturm des Entsetzens auslösen würde. Also sucht er einen Ausweg: "Ich werde das Thema mit der beauftragten Firma besprechen. Wir werden eine Lösung finden, die die Sandkiste zumindest nicht ganz verschwinden lässt." Ihre komfortable Größe dürfte sie aber einbüßen.

Eigentlich ist das Kinderparadies nur eine Verlegenheitslösung: Kurz vor der Eröffnung des CCB-Neubaus vor zwölf Tagen hatte Hamburgs Oberbaudirektor Jörn Walter den vorgesehenen Bau von vier Restaurants auf der Serrahn-Brücke gestoppt. Er fordert Umplanungen, an denen CCB-Betreiber Fundus nun fieberhaft arbeitet. Mit der Realisierung wird aber erst Anfang 2011 gerechnet.

Ganz leer wollte das Center-Management die komfortable Brücke zur Eröffnung allerdings nicht belassen. Und so kam Uwe Eigenbrod auf die Sandkasten-Idee, die er vor Jahren schon in einem Einkaufszentrum in Regensburg umgesetzt hatte. Damals hielt sich die Resonanz aber in Grenzen.

Weil das in Bergedorf nun ganz anders ist, will Eigenbrod auch im Frühjahr die Wünsche der Familien im Auge behalten: "Wenn der Bau der Restaurants beginnt, werden wir eine neue Attraktion für Kinder schaffen", verspricht er.