Lichtwark-Heft

Entdeckungen in Bergedorfs Geschichte

Bergedorf. Beinahe wäre Bergedorf zum Standort einer Petroleum-Raffinerie geworden. Sie sollte am Schleusengraben stehen, etwa dort wo heute das Autohaus Opel Dello liegt. Doch Bergedorfs Bürger entfachten einen Proteststurm gegen das Projekt Hamburger Investoren.

Das neue Lichtwark-Heft entführt seine Leser ins Schloss und zur Raffinerie am Schleusengraben.

Das alles passierte schon im Jahr 1871. "Wie würde Bergedorf heute aussehen, wenn die Bürger die Raffinerie damals nicht verhindert hätten?", fragt Christel Oldenburg, Historikerin und SPD-Bürgerschaftsabgeordnete, im gerade erschienen neuen Lichtwark-Heft (5,20 Euro). Ihr attraktiv bebilderter Aufsatz über die 136 Jahre alte Begebenheit gehört zu den Lieblingstexten von Lichtwark-Verleger Horst Brüers.

Doch der 67-Jährige könnte auch manchen anderen Beitrag hervorheben aus dem 52 Seiten starken Heft, das für Bergedorf-Kenner zur alljährlichen Pflichtlektüre gehört. So schreibt Dr. Klaus-Joachim Lorenzen-Schmidt vom Staatsarchiv über den "Erwerb des Bergedorfer Schlosses durch Lübeck und Hamburg anno 1420". Und Dr. William Boehart berichtet die spannende Geschichte der eigentlich unscheinbaren Knollgrabenbrücke in Escheburg/Vossmoor.

Das mittlerweile seit 60 Jahre erscheinende Lichtwark-Heft wird seit 2000 von Brüers' Agentur HB-Werbung verlegt, wobei der Inhaber und seine Frau Gabriele sowohl für den Anzeigenverkauf, als auch Layout, Lektorat und Autorensuche verantwortlich sind. "Das Heft soll bekannte Gebäude, Landstriche und Begebenheiten in Bergedorf und den Vier- und Marschlanden in den Kontext ihrer Geschichte stellen. Zudem findet sich die aktuelle Kultur der Region bei uns wieder", sagt Horst Brüers.

Zu haben ist das Lichtwark-Heft in allen Bergedorfer, Reinbeker und Wentorfer Buchhandlungen, zudem in Zeitschriften-Kiosks sowie unter anderem im Vierländer Markt von Niko Clausen, bei Edeka Eggert in Fünfhausen und Bäcker Harden in Altengamme.