Bergedorf

Aus der Vergangenheit für die Gegenwart lernen

Woche des Gedenkens beginnt am Donnerstag

Bergedorf. . Wenn am Donnerstag, 25. Oktober, die „Woche des Gedenkens in Bergedorf“ beginnt, wird die Zeitzeugin Marianne Wilke zum Auftakt über ihr bewegendes Leben als Halbjüdin zur Zeit des Nationalsozialismus berichten.

Erinnern und Gedenken sind heute wieder besonders wichtig geworden und helfen, einen Bogen in die heutige Zeit zu schlagen, um neuen Formen des Antisemitismus, Rassismus und Ausländerfeindlichkeit entschieden entgegen treten zu können.

„Wer vor der Vergangenheit seine Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart“, hat Richard von Weizsäcker einmal gesagt. Und so sind zu der Auftaktveranstaltung zum Thema „80 Jahre Reichspogromnacht“ ab 18 Uhr im Foyer des Bergedorfer Rathauses in der Wentorfer Straße 38 auch Schüler der Gretel-Bergmann-Schule eingeladen.

Mit Diskussionen, Lesungen, Film, Gottesdienst, (Klezmer-)Musik, Stadtrundgang, Vorträgen und Zeitzeugengesprächen wollen die Veranstalter die Erinnerung wachhalten und gegen das Vergessen kämpfen. Am 9. November jährt sich die Reichspogromnacht zum 80. Mal. Damals gingen in ganz Deutschland Synagogen in Flammen auf, wurden Juden misshandelt, verhaftet oder getötet. „Spätestens jetzt konnte jedem Deutschen klar sein, dass Antsemitismus und Rassismus Staatsdoktrin geworden sind“, heißt es im Programmheft der diesjährigen „Woche des Gedenkens“, die noch bis zum 4. Dezember läuft und auch auf die Rolle der Kirche während des Dritten Reiches eingeht.

Alle Veranstaltungen zur Woche des Gedenkens (25.10. bis 4.12.) stehen in dem Flyer, der an verschiedenen Stellen wie zum Beispiel in der Tourist-Information im Hasse-Turm (Johann-Adolf-Hasse-Platz 1), im Rathaus und im Kulturzentrum Lola, Lohbrügger Landstraße 8, ausliegt.