Berlin

Plattformarbeit spielt größere Rolle

Berlin. . Plattformarbeit spielt den Ergebnissen einer neuen, durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales geförderten Studie zufolge auch in Deutschland eine größere Rolle als angenommen.

Wie der erste Bericht des „Crowdworking-Monitors“ zeige, seien derzeit rund fünf Prozent (4,8 Prozent) der über 18-jährigen Deutschen auf so genannten Gig-, Click- oder Crowdworking-Plattformen aktiv. Rund 70 Prozent von ihnen erzielten auf diese Weise ein Erwerbseinkommen – zumeist im Nebenverdienst. Allerdings arbeiteten auch rund ein Drittel der Crowdworker mehr als 30 Stunden pro Woche plattformvermittelt, 24 Prozent sogar mehr als 40 Stunden pro Woche. Insgesamt 40 Prozent der aktiven Crowdworker erzielten dementsprechend Verdienste von über 1000 Euro pro Woche, so das Ministerium.

Die Arbeits- oder Dienstleistungsplattformen vermitteln oder organisieren entweder lokal zu erbringende Dienstleistungen (wie Reinigungsarbeiten, Kurierfahrten, handwerkliche Tätigkeiten) oder aber Auftragsarbeiten, die über Smartphone oder Computer abgewickelt werden. Bei diesen Aufgaben variiert die Bandbreite von kleinteiligen Microtasks, die mit Mausklicks im Minutentakt zu erledigen sind, bis hin zu komplexen Schreib-, Programmier-, Design- oder Beratungsaufgaben, für die meist eine entsprechende Qualifikation erforderlich ist.

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