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Der Esel kommt zuerst

Den alten Egoisten-Spruch „Ich zuerst – und nach mir die Sinnflut“ können Sie jederzeit bei einer S-Bahnfahrt überprüfen.
Zu den Hauptverkehrszeiten gehört es inzwischen zum Standard, dass Sie sich als Aussteigender einer Menschenmasse gegenübersehen, die möglichst zügig einsteigen und sich einen Platz ergattern möchte.
Diese kompakte Masse lässt Ihnen ungefähr drei Millimeter Platz zum Aussteigen, so dass Sie sich möglichst dünne machen und darauf achten müssen, dass Sie nicht zwischen Waggon und Bahnsteig rutschen.
Aber es geht noch schlimmer: Ich stehe in der S-Bahn neben einer alten Dame mit Krücke zum Aussteigen bereit. Während wir uns noch mit dem Öffnungsbügel abmühen, reißt ein riesiger vierschrötiger Kerl die Türe auf und schmeißt sich in derselben Sekunde mit vollem Körpereinsatz in die S-Bahn hinein. Quasi auf uns drauf, so dass der alten Dame die Krücken wegfliegen. Wieso ist eigentlich nie eine S-Bahn-Aufsicht da, wenn man sie mal braucht?
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