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Gemeinsam gegen die Brandgefahr

Wentorf. Die Waldbrandgefahr wächst, dass wissen die Freiwilligen Feuerwehren nicht erst seit dem 5. Juli, als sie ein Feuer im Sachsenwald löschen mussten. Wie lassen sich die Abläufe während eines solchen Einsatzes verbessern?
Waldbrandübung
Foto: Susanne Tamm
Perfekt: Nach anfänglichen Schwierigkeiten schießt das Löschwasser im hohen Bogen auf die Wiese.
Diese Frage ging Orm Rudolf, Zuführer der Wentorfer Wehr, nicht mehr aus dem Kopf. Seine Idee: Die freiwilligen Retter könnten während der Fahrt löschen und das Technische Hilfswerk (THW) könnte die Auftankung mit Löschwasser übernehmen. „Mir war aufgefallen, dass es beim Auftanken leicht zu Stauungen kommen kann“, berichtet Rudolf. Dabei würden zu viele Helfer gebunden.
Doch für die Umsetzung in die Praxis braucht es Erfahrung. Deshalb probten THW und die FF Wentorf am Donnerstagabend bei einer gemeinsamen Übung die Waldbrandbekämpfung.
THW-Gruppenleiter Gunnar Schering, Philip Plicht und Philipp Wegener brauchten eine Viertelstunde, um die Behälter aufzubauen, und fünf Minuten, um sie mit je 3000 Liter Wasser aus dem Hydranten zu befüllen. Der nächste zur Lohe befindet sich an der Straße Immenberg zwischen Möbelpark und Baumarkt. Nur wenige Minuten später bog als erstes das Tanklöschfahrzeug 16/25 um die Ecke, um seinen 2000 Liter fassenden Löschwasserbehälter neu aufzutanken.
Dabei sah es zuerst nicht danach aus, als ob der auf der Lohe so schnell leer werden würde. Gruppenführer Manfred Walter war schon leicht verzweifelt: Laut Aufgabe sollte das TLF an einer Wiese vorbeifahren, seine Männer sollten mit den Schläuchen nebenher gehen und das Löschwasser auf das hohe Gras abgeben, um die Flammen eines vermeintlichen Flächenbrandes auf etwa 7000 Quadratmetern einzudämmen. Doch das, was aus den Rohren plätscherte, hätte höchstens zum Rasensprengen gereicht.
Das Problem: „Der Fahrzeugantrieb und der Antrieb der Pumpe sind gekoppelt“, erläuterte Rudolf. Bei geringerem Tempo würde der Wasserdruck nicht ausreichen. „Aber unser Gerätewart hatte versichert, dass die Aufgabe zu erfüllen ist“, sagte der Zugführer. Nach einigem Probieren und einigen Besprechungen mit Gerätewart Nico Hintz klappte es schließlich – die Feuerwehrleute schafften es, die Pumpen auszutricksen: „Wenn wir dem Auto vorgaukeln, durch bergiges Gelände zu fahren und noch den Allradantrieb zuschalten, muss der Motor mehr leisten“, erläuterte Rudolf. Und schon schoss das Wasser nur so aus dem Schlauch.
Hintz hatte noch eine Idee: „Wenn wir direkt an den Ausgussstutzen der Pumpe ein Verbindungsstück setzen, dann brauchen wir keine Leute, die mitlaufen. Stattdessen können die sich mit den Feuerpatschen beschäftigen.“
So konnten die drei Gruppen mit ihren Fahrzeugen im Wechsel löschen und dann zur Auftankstelle pendeln. Orm Rudolf und Gunnar Schering waren beide zufrieden mit der Übung. „Das war sehr erkenntnisreich für uns“, stellte Rudolf fest. Und Schering fügte hinzu: „Die Zusammenarbeit hat gut geklappt.“ Im Notfall könne das THW mit alarmiert werden.
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