Gewinnaktion
Ein pfiffiges Kinderzimmer wächst jedes Jahr mit
Wentorf. Die Ideen gehen ihr nicht aus. Innenarchitektin und Möbeldesignerin Petra Nüse-Marks hat diesmal für unsere gemeinsame Aktion mit dem Möbelpark Sachsenwald, "Mein neues Kinderzimmer", für Max Henry Krey (4) in Geesthacht gleich drei Entwürfe gezeichnet. Das Ergebnis: Ein Zimmer, das mit dem Kind mitwächst. Von Susanne Tamm
"Ich muss nur einen Stift in der Hand haben, dann kommen meine Ideen", verrät die 47-Jährige. "Ich bin noch alte Schule, entwickle meine Entwürfe beim Scribbeln, bevor ich sie am Computer umsetze." Die Resultate sind allerdings äußerst zeitgemäß. Die Designerin steht am liebsten selbst im Zimmer, um zu sehen, wie das Licht fällt, wo die Wege laufen, was vor der Tür passiert. "Jeder Raum ist anders, man muss oft Kompromisse machen", sagt sie.
Für unsere Aktion studierte sie die eingesandten Briefe, Fotos und Grundrisse. Auf einem Foto strahlten sie Max und Mama Franziska Krey an. Sie und ihr Mann Jan Matthias wünschten sich für ihren Kleinen eine Einrichtung, aus der er nicht nach wenigen Jahren rauswächst. Momentan liebt ihr Sohn Piraten.
Das ist Nüse-Marks wichtig: "Eltern sollten ihre Kinder beim Einrichten mit einbeziehen", betont sie. "Manchmal reicht es schon, bei der Farbwahl oder der Dekoration Wünsche zu erfüllen. Es müssen nicht gleich alle Möbel neu gekauft werden." Sie empfiehlt ein Möbelprogramm in heller Farbe, mit variablen Abmessungen. Auf dem Boden mit neutralem Teppich oder Laminat können später farbige Läufer Akzente setzen.
Dann reichen schon ein Segel über dem Bett, ein Schwarm Deko-Fische, der über die blaue Wand gleitet, und zwei "Bullaugen" mit Netzen, die die Kuscheltiere halten – fertig ist das maritime Spielzimmer. Mehr als ein Bett, einen Sitzsack, Regale und Kisten als Stauraum brauchen die Kinder noch nicht, dafür viel Platz zum Spielen. "Das reicht etwa bis zum Alter von sieben Jahren", erläutert Nüse-Marks, selbst Mutter von drei erwachsenen Kindern. "In der ersten Grundschulzeit machen sie Hausaufgaben ohnehin lieber am Esstisch." Franziska Krey stimmt ihr zu: "Das kenne ich auch von meinem neunjährigen Sohn Paul."
Je älter der Nachwuchs, desto zentraler werde der Arbeitsplatz. Etwa ab der zweiten Klasse gehört er ins Kinderzimmer. Neue Farbakzente wie eine rote Wand, neue Schiebevorhänge und Kissen, vielleicht ein roter Schreibtischstuhl verändern das Zimmer sofort. Der rote Sitzsack darf bleiben und die Regale werden aufgestockt. Doch auch bis zum Alter von etwa zwölf Jahren muss noch Raum zum Spielen bleiben, rät die Expertin. Deshalb würde sie so lange wie möglich auf einen großen Kleiderschrank verzichten.
Im Jugendalter rücken Schreibtisch und Bettsofa ins Zentrum: "Der Arbeitsplatz zwischen Tür und Terrassentür ist ein Kompromiss", sagt sie. Aber so gebe es Platz für einen Eckschrank, in dem auch mal eine Sporttasche oder ein Tennisschläger verschwinden kann. Außerdem könne sich der jugendliche Max mit Freunden auf dem Sofa lümmeln und einen Film auf dem Computer anschauen. Sie schlägt ein helles Grün für die Wände mit kräftigeren Nuancen für Akzente vor. Max wird dann sicher eigene Poster und Bilder aufhängen wollen. Besonders begeistert ist Mutter Franziska Krey von dem dritten Zimmer: "Mit dem Bettsofa zwischen den Regalen, das gefällt mir richtig gut." Sie will ein paar Ideen auch für das Zimmer von Paul aufnehmen.
Nüse-Marks macht Mut zu experimentieren: "Es gibt keine Farbe, die überhaupt nicht geht." Ihre Kinder haben sich in ihren Zimmern ebenfalls "ausgetobt". "Bei einer schwarzen Wand würde ich versuchen, mein Kind von großen hellen Bildern zu überzeugen", sagt Nüse-Marks, die selbst gern mit Farben experimentiert und in der Freizeit zu Pinsel und Acrylfarben greift.













