26.05.10

Mein neues Kinderzimmer

Spielzeug: Einfach, aber gut

Wentorf. In unserer gemeinsamen Aktion mit dem Möbelpark Sachsenwald verlosen wir ein Kinderzimmer samt Handwerkerleistungen. Schön und praktisch soll es eingerichtet sein, mit viel Platz zum Spielen – und für die Spielsachen. Von Peggy Hesse-Sommer

Weniger ist manchmal mehr: Spielzeug soll vor allem die Fantasie anregen.
Foto: Rolf van Melis/pixelio Weniger ist manchmal mehr: Spielzeug soll vor allem die Fantasie anregen.
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Foto: BZ .

Aber gerade da verlieren Kinder und auch Eltern oft den Überblick. Legosteine, Bobbycars, Kuscheltiere, Dinos, Lillifee-Zubehör und Playmobil-Figuren quellen aus Regalen, Kisten und Ecken. Da kommt schnell die Frage auf: Wie viel Spielzeug gehört eigentlich ins Kinderzimmer?

Die Auswahl ist riesig. Eine Million Spielzeuge werden jährlich auf der Internationalen Spielwarenmesse in Nürnberg präsentiert. Aber wer das Zimmer mit Spielzeug vollpackt, tut den Kindern keinen Gefallen. Statt sich damit zu beschäftigen, sind sie überfordert und lassen es schnell links liegen. Die unabhängige Verbraucherberatung "spiel gut" bietet Orientierungshilfe für Eltern. Sie hat Kriterien für die Auswahl von Spielzeug aufgestellt. "Beobachten Sie Ihr Kind genau! Welche Themen sind bei ihm gerade aktuell, welche Entwicklungsstufe macht es im Augenblick durch und welche Anregungen braucht es dafür", rät Ingetraud Palm-Walter von "spiel gut".

Auf jeden Fall sollte Spielzeug die Fantasie anregen. Was auf Knopfdruck nur Lärm macht, wird schnell uninteressant. "Je vielfältiger die Spielmöglichkeiten, desto anregender ist das Spielzeug", sagt die Fachfrau, selbst Mutter von drei Kindern. So sollte sich unter den Spielsachen etwas zum Liebhaben, etwa eine Stoffpuppe oder ein Schmusetier befinden. Konstruktionsspielzeug wie Bauklötze und Knete wecken die Lust am Gestalten. Bei Gesellschaftsspielen wie "Schwarzer Peter" oder "Angelspiel" lernen die Knirpse, sich an Regeln zu halten. Und auch ein Musikinstrument wie Trommel, Xylofon oder Flöte sollte jedes Kind mal ausprobieren können. Natürlich sollte der Nachwuchs Wünsche äußern dürfen und sie möglichst begründen. "So erfahren sie viel über ihr Kind", sagt Palm-Walter. Klar ist aber auch: Eltern müssen nicht jeden Wunsch erfüllen, sollten aber auch erklären, warum sie manches nicht kaufen.

Nicht immer kann man verhindern, dass Großeltern, Freunde und Bekannte zum Geburtstag alle guten Vorsätze über den Haufen werfen und jede Menge Spielsachen schenken. Tipp: Räumen Sie einen Teil der Sachen in den Keller und holen ihn nach ein paar Wochen wieder hervor. Dem Kind erscheinen sie wie neu. Dafür können Sie dann andere Sachen für eine Weile verschwinden lassen. Inzwischen gibt es auch pädagogische Ansätze, zeitweise auf Spielzeug, etwa in Kindergärten, zu verzichten, um die Kreativität anzuregen. Mit gutem Erfolg: Die Kleinen langweilten sich nur kurz, dann begannen sie, aus vorhandenem Material wie Knöpfen, Kartons, Muscheln, Federn und Stöckern Spiele und Sachen selbst zu erfinden.

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