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So wird ein Kinderzimmer spielend sicher

Wentorf. Der Sturz von der Wickelkommode, vom Hochbett oder das umkippende Regal, welches das Kind unter sich begräbt – ein Albtraum für jede Mutter und jeden Vater. Deshalb wollen viele Eltern beim Einrichten des Zimmers für ihre Kleinen auf Nummer Sicher gehen.
Testberichte gibt es aber kaum, die für Einzelmöbel, Wickelkommoden oder Hochstühle sind die Ausnahme.
Dirk Petersen, Umwelt- und Produktberater der Verbraucherzentrale Hamburg, rät vor allem dazu, dem Bewegungsdrang der Kinder nachzugeben. Je mehr Platz sie haben, desto geringer sei die Gefahr, irgendwo anzuecken. „Manchmal ist es möglich, Schlaf- und Kinderzimmer zu tauschen. Das Zimmer der Eltern steht tagsüber meist leer, ist aber dennoch größer als das Kinderzimmer“, hat er beobachtet. Außerdem rät er zur sparsamen Möblierung: „Alle Möbel dünsten Schadstoffe aus. Aber wenn das Kinderzimmer voll gestellt ist, womöglich mit Discountermöbeln, können schnell Grenzwerte für Schadstoffemissionen überschritten werden.“ Optimal seien Vollholz-Möbel, etwa aus Buchenholz. Doch der Experte räumt ein: „Die kann sich kaum jemand leisten.“
Interessant seien auch Betten, Schränke und Kommoden, die „mitwachsen“. Etwa wenn sich das Babybett in ein Jugendbett oder eine Sitzbank verwandelt. Bei diesen durchdachten Möbeln dürfe man unterstellen, dass sie sicher seien. Generell unterliegen Kindermöbel in Deutschland DIN-Normen, die aber kaum kontrolliert würden. „So kann es passieren, dass eine Wickelkommode super umweltfreundlich, aber nicht standfest ist“, stellt der Verbraucherschützer fest.
Als bester Fußboden eignen sich Kork oder Parkettbeläge, die man mit einem kurzflorigen Spielteppich bedecken könne. Ungeeignet sei PVC-Boden: „In Spielzeug ist dieser weiche Kunststoff in Deutschland verboten“, warnt er. Nicht ohne Grund: Die Ausdünstungen seien gesundheitsschädlich.
Für die Wände rät Petersen zu schlichten, weißen oder hellen Dispersionsfarben. „Kinder lieben zwar bunte Farben, aber meist haben sie so viel Spielzeug, dass es im Zimmer schon bunt genug ist.“ Gerade bei Kleinkindern, aber auch während der Schwangerschaft sollte man auf Lackfarben verzichten: „Die dünsten immer Schadstoffe aus, und ein Baby stört es nicht, wenn Türen und Rahmen nicht frisch renoviert sind.“ Bei älteren Kindern könnte man für die Renovierung Klassenfahrten oder Aufenthalte bei den Großeltern nutzen. Meist sondere nur der frische Lack ungesunde Stoffe aus. Auf ihre Nase könnten sich Eltern meist verlassen: Das gelte auch für Möbel oder Bodenbeläge.
  • Mehr Infos gibt es bei der Verbraucherzentrale Hamburg, im Internet: www.vzhh .de . Testberichte liegen auch in Gemeindebibliotheken aus.
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