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Orientierungshilfe fürs Altern

Wentorf. Mit dem Leben im Alter verbinden viele Menschen die Vorstellung, vom Schaukelstuhl auf der Terrasse aus den Enkeln beim Spielen zuzusehen. Gedanken an mögliche Krankheiten, zunehmende körperliche Einschränkungen oder nachlassende physische oder gar geistige Kräfte schieben sie hingegen weit von sich.
Ratgeber
Foto: Susanne Tamm
Hannelore Borcholte vom Seniorenrat übergibt Bürgermeister Matthias Heidelberg den Ratgeber.
So sind es meist die Angehörigen, die im Ernstfall Hilfe beim Seniorenrat suchen, wenn Vater, Mutter oder gute Freunde sich nicht mehr eigenständig versorgen können. Der Seniorenrat will es ihnen und den Betroffenen jetzt einfacher machen und hat für sie den dritten, aktualisierten Ratgeber für ältere Menschen aufgelegt.
Auf 75 DinA4-Seiten haben Hannelore Borcholte, stellvertretende Vorsitzende des Seniorenrates, Ernst Zeschmann und Bernd Schade einen umfassenden Leitfaden zur Orientierung zusammengestellt.
„Eine hervorragende Arbeit“, lobte Bürgermeister Matthias Heidelberg, als Borcholte ihm jetzt eines der vorerst 100 Exemplare überreichte. In den sechs Kapiteln geht es um Vollmacht, Testament, Patienten- und Betreuungsvollmacht, Wohnraumanpassung und betreutes Wohnen, Ambulante Pflege, Alten- und Pflegeheime, Krankenversicherung und Rentenbesteuerung. Dort findet der Leser nicht nur umfassende Erläuterungen, sondern auch Muster-Dokumente, Entscheidungshilfen, Beispielrechnungen und Checklisten mit Kriterien, etwa für die Wohnungssuche. Hier wird unter anderem abgefragt, ob Küchenarbeit auch im Sitzen möglich ist oder ob es eine Bushaltestelle in der Nähe gibt. Das Muster zur Patientenverfügung gibt nicht nur konkret beschriebene ärztliche Maßnahmen zum Ankreuzen unter anderem zu den Themen lebenserhaltende Maßnahmen, Schmerzbehandlung, Künstlicher Ernährung und Flüssigkeitszufuhr, oder künstlicher Beatmung, sondern erinnert auch daran, dass die Verfügung alle zwei Jahre daraufhin überprüft werden sollte, ob sie noch dem Willen des Unterzeichners entspricht. Vor allem sollte die Verfügung im Notfall auch aufzufinden sein.
„Ich bin noch kein Senior, aber Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht sind hochaktuelle Themen“, sagte Heidelberg (48). „Denn Unfälle können jeden von uns treffen.“
  • Den Ratgeber gibt es jeden Dienstag zwischen 10 und 11 Uhr in der Alten Schule, Teichstraße1, für 4 Euro beim Seniorenrat.
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