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Bagger räumt Schnee und Eis von den Nebenstraßen

Wentorf. Die Kommune betritt beim Winterdienst jetzt Neuland: Donnerstag um 8.30 Uhr begann ein von der Gemeinde angemieteter Bagger, die Schulstraße zu räumen.
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Schneeräumen
Foto: Susanne Tamm
Die Verwaltung der Gemeinde Wentorf hat einen Bagger angemietet, um die Seitenstraßen von Eis zu befreien.
Hintergrund: Die Spurrillen durch die Eiskrusten waren so tief geworden, dass dort keine Rettungsfahrzeuge mehr durchzukommen drohten.
Zwei Lkw fuhren den Schnee – etwa 100 Kubikmeter – abwechselnd auf ein Gemeindegrundstück An der Lohe ab.
Mit dem Ergebnis ist die Gemeinde sehr zufrieden. Deshalb soll der Mobilbagger der Firma Geestra in den nächsten Tagen noch weitere Straßen von den Eisbuckeln befreien. Die schienenartigen Spurrillen treten vor allem auf den Straßen neben den Hauptstraßen auf, auf denen mit Salz gestreut wird: Fahren die Autos von dort auf die Nebenstraßen, tragen sie in ihren Reifenprofilen das Salz etwa 200 bis 300 Meter weit in die Nebenwege hinein. Dadurch weichen Schnee und Eis dort nur in den Reifenspuren. In der Mitte und an den Seiten hingegen wachsen die gefrorenen Schneemassen. Dort dem Gegenverkehr auszuweichen, ist fast unmöglich.
Der Service wird die Bürger allerdings etwas kosten: 700 Euro pro Kilometer. Insgesamt werden etwa 16.000 Euro Kosten aus der Gemeindekasse genommen, denn es sollen noch 200 Kilometer auf diese Weise geräumt werden, unter anderem die Schanze, der Billeweg, die Feldstraße und der Brinkweg. „Je nach Schneefall kommt aber noch die eine oder andere Straße hinzu“, sagt Bürgermeister Matthias Heidelberg.
Schon jetzt werden die Kosten für diesen Winter von den geplanten 10.000 auf etwa 40.000 Euro ansteigen, kündigt Bürgermeister Matthias Heidelberg an. Denn schon jetzt hat der Betriebshof 200 Tonnen Salz und 125 Tonnen Streukies verbraucht. Momentan gibt es noch 15 Tonnen Streusalz. „Das wird bis zum Wochenende verbraucht sein“, fürchtete Heidelberg am Donnerstag. Auch die mittelfristige Wettervorhersage prognostiziere für die nächsten 14 Tage noch Winterwetter. Deshalb geht der Verwaltungschef davon aus, dass die Zahlen sich noch deutlich erhöhen.
Das Team des Betriebshofes arbeitet weit über seine Belastungsgrenzen hinaus. Die Bürger wissen das jedoch nicht alle zu schätzen: „Meine Mitarbeiter haben zunehmend mit Anfeindungen und Gereiztheiten der Bevölkerung zu kämpfen“, bedauert Heidelberg. Er nimmt sie in Schutz: „Sie haben bisher schon 2019 Lohnstunden Winterdienst geleistet.“ Zum Vergleich: Im Winter 2008/2009 waren es 531 Lohnstunden. Deshalb begrüßte er die Geste des Ältestenrates, der den Mitarbeitern des Betriebshofes mit seinem Sitzungsgeld in Höhe von 150 Euro dankte.
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