Rettungseinsatz
Baby Lynn - Geburt im Rettungswagen
Sonntag, 17. Januar 2010 20:40
Wentorf/Reinbek. Eigentlich sollte die kleine Lynn im Geesthachter Johanniter-Krankenhaus zur Welt kommen. Es kam ganz anders.

Foto: bz
Freuen sich, dass alles gut geklappt hat: Sebastian Pulka, Dr. Jan Meins, Christina Stender mit Lynn, Rüdiger Heitmann, Christina Gänßbauer (v.li.).
Es sieht nach einem Routineeinsatz aus: „Gynäkologischer Notfall“ steht auf dem Funkmeldeempfänger. Rüdiger Heitmann und Christina Gänßbauer setzen sich unverzüglich in ihren Rettungswagen „90/83/1“. Mit Blaulicht geht es von der Wache an der Hamburger Straße nach Wentorf. Am Einsatzort werden sie mit gepackter Tasche von Christina und Björn Stender erwartet.
Die Hochschwangere hat starke Wehen. Sie war schon im Geesthachter Krankenhaus gewesen, da sah es aber so aus, als könnte es noch Stunden dauern. Die Wentorferin war wieder nach Hause geschickt worden. Als die Wehen dann aber stark einsetzten, rief sie aus Verzweifelung 112 und wartete auf die Retter.
Der erfahrene Rettungsassistent Heitmann alarmiert vorsorglich den Notarzt zur Unterstützung. Als Dr. Jan Meins kurze Zeit später eintrifft, entscheidet er sich für den schnellen Transport in die Reinbeker Klinik. „Eine Entbindung im Kreißsaal ist der Geburt zu Hause oder im Auto natürlich vorzuziehen“, sagt Christian Oehme, Sprecher der Rettungswache Reinbek.
Allerdings hat das Rettungsteam die Rechnung ohne die kleine Lynn gemacht. Die hat es nämlich dann doch sehr eilig, das Licht der Welt zu erblicken. Kurz nach der Einfahrt in den Tunnel des Krankenhauses ruft Christina Stender: „Ich glaube, das Kind ist da!“ Und tatsächlich, der Blick unter die Decke verschafft Gewissheit. Auf der Trage lieg der neue Erdenbürger.
Dr. Meins: „Jetzt musste es schnell gehen. Die Kleine musste abgenabelt und versorgt werden. Der Kreißsaal war vorab informiert worden und man eilte uns nun im Tunnel zu Hilfe.“ Als die gesamte Truppe dann endlich im Kreißsaal ankommt, kann erleichtert vermeldet werden, das Lynn 51 Zentimeter groß ist, 3340 Gramm wiegt und rundum putzmunter und gesund ist.
„Das war sehr spektakulär, vielen Dank an alle Helfer, die mich und meine Tochter versorgt haben“, sagt Christina Stender überglücklich.eb
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