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Erfolgreiche Geschäfte mit dem Abfall

Wentorf. Als Carsten Buhck im Jahr 1999 beim 100-jährigen Geschäftsjubiläum der Buhck Gruppe verkündete, nach 44 Jahren die Geschäftsführung an seine Söhne abzugeben, haben die nicht dran geglaubt, dass der „alte Patriarch“ wirklich ernst macht.
Buhck
Foto: Undine Brandt
Dr. Henner Buhck und sein Bruder Thomas Buhck (v.l.) leiten seit zehn Jahren die Buhck Gruppe und haben die Zahl der Mitarbeiter fast verdoppelt
Doch wider allen Erwartungen zog sich der bisherige Kopf des Unternehmens 64-jährig aus der Firma zurück und übergab sein Lebenswerk vollständig an zwei seiner drei Söhne – Thomas und Dr. Henner Buhck.
Ganz im Sinne ihres Vaters haben die in den vergangenen zehn Jahren aus Buhck einen der größten Umwelt-Dienstleister Norddeutschlands gemacht. 21 Unternehmen verteilen sich auf zehn Standorte in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Polen. 2008 erwirtschaftete die Gruppe einen Umsatz von rund 75 Millionen, die Zahl der Mitarbeiter hat sich seit 1999 auf 500 nahezu verdoppelt. „Wir haben in den vergangenen Jahren auf neue Geschäftsfelder gesetzt“, erklärt Dr. Henner Buhck das Erfolgsrezept.
Dazu zählt neben dem Rohr- und Kanalservice auch die Herstellung von alternativen Energieträgern. „Es ist uns gelungen, aus Abfall Ersatzbrennstoffe zu entwickeln, die schon heute Öl und Kohle ersetzen“, so der Geschäftsführer. Der 42-Jährige ist überzeugt, dass Energie aus Müll in Zeiten knapper werdender Ressourcen eine große Zukunft bevorsteht. So arbeitet das Unternehmen intensiv an einer Weiterentwicklung der Technik, damit auch Einfamilienhaus-Eigentümer davon profitieren können.
Thomas und Dr. Henner Buhck lenken bereits in vierter Generation die Geschicke des Unternehmens. Angefangen hat alles mit dem Ein-Mann-Fuhrunternehmen von Richard Buhck im Jahr 1899. „Mein Urgroßvater hatte auch schon mit Abfall zu tun“, weiß Dr. Henner Buhck. Allerdings handelte es sich dabei noch um Asche statt um den Gelben Sack.
Als der Firmengründer stirbt, hält bereits sein Enkel Carsten Buhck die Fäden in der Hand. Und der setzt im Jahr 1967 auf den Container für den Transport von Bauschutt. „Zu dem Zeitpunkt war das in Norddeutschland eine kleine Sensation“, weiß sein Sohn Dr. Henner Buhck. Dieser einfache Container war es, der das Unternehmen wachsen ließ und bekannt machte.
Aber auch der heutige Geschäftsführer Dr. Henner Buhck blickt zuversichtlich in die Zukunft der Unternehmensgruppe: „Solange es Menschen gibt, wird es auch Abfall geben“ – beste Voraussetzung für einen 125. Firmengeburtstag also.
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