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Osterfeuer in Wentorf? Fehlanzeige

Wentorf. Karsonnabend bleibt kaum jemand auf dem Sofa sitzen: Landauf, landab werden per Osterfeuer die Wintergeister vertrieben. Nur die Wentorfer müssen jetzt in der Nachbarschaft feiern. Sven Meyer wollte ein Osterfeuer organisieren, musste aber wegen zu hoher Auflagen alles absagen.
Osterfeuer machen nicht nur kleinen Kindern Spaß, wie diesem Jungen, der auf dem Rücken des Vaters sitzt und zuschaut. Osterfeuer gehören für alle Generationen zur Traditionspflege.  Aber in Wentorf wird es keine Flammen geben.
Foto: bz
Osterfeuer machen nicht nur kleinen Kindern Spaß, wie diesem Jungen, der auf dem Rücken des Vaters sitzt und zuschaut. Osterfeuer gehören für alle Generationen zur Traditionspflege. Aber in Wentorf wird es keine Flammen geben.
Der 46-jährige Wentorfer ist enttäuscht: „Wir haben uns wirklich bemüht, nach zwei Jahren wieder ein Osterfeuer auf die Beine zu stellen. Aber nachdem uns zuerst signalisiert wurde, alles klappt, waren die Auflagen nach sechs Wochen so hoch, das war nicht machbar.“ Zu den Organisatoren gehört das Team von Meyers Cafe an der Berliner Landstraße, in den Vorjahren auch die CDU. Doch die neuen Auflagen seien nicht zu wuppen gewesen, berichtet Meyer: „Wir waren platt: Wir sollten das Grundstück an der Moorkoppel, für das uns der Eigentümer Alexander Hörstel auch schon das O.K gegeben hatte, mit einem Bauzaun eingrenzen, alle Helfer auf dem Bierwagen sollten ein polizeiliches Führungszeugnis vorlegen, für Gründonnerstag wurde eine Probebeschallung verlangt und wir sollten einen Sicherheitsdienst engagieren, den uns die Verwaltung vorschreiben wollte.“ Das Hauptargument sei gewesen, dass Jugendliche bei derartigen Festen Alkohol trinken würden. „Aber wenn die jungen Leute trinken wollen, kaufen sie sich den an der Tankstelle, nicht bei uns“, ist Meyer überzeugt. Die Freiwillige Feuerwehr und das DRK hätten bereits ihre Unterstützung zugesagt. „Wir wollten uns keine goldene Nase verdienen“, betont Meyer. „Uns ging es um den Spaß.“
Das sieht die Verwaltung anders: „Das Fest hätte eine kommerzielle Ausrichtung bekommen“, sagt Bürgermeister Matthias Heidelberg. „Mit Bierwagen, Band und allem drum und dran. Wir haben die mögliche Besucherzahl auf etwa 1000 geschätzt. Mit so einer Veranstaltung gehen beträchtliche Lärm- und Geruchsbelästigungen einher, vor denen wir die Anwohner schützen müssen.“ Bei früheren Festen habe es Ärger mit Randalierern gegeben. Außerdem habe der Verwalter der Moorkoppel sein Einverständnis zurückgezogen. In Zukunft sieht Heidelberg für Osterfeuer keinen Platz mehr in Wentorf: „Die Moorkoppel und auch die Grundstücke Zwischen den Toren und Am Casinopark werden bebaut.

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