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Neue Hoffnung für die Sportschule Sachsenwald?

Wentorf. Die Eiszeit zwischen Eigentümer und Nutzer der Sportschule Sachsenwald steht offenbar vor dem Ende: Der Hamburger Sportbund sucht das Gespräch mit der Gemeinde Wentorf. Beide Seiten sind sich einig, dass das Gelände nicht brachliegen darf. Die genaue Nutzung für die Zukunft steht aber noch nicht fest.
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7,2 Hektar stehen seit fünf Jahren leer: Die Sportschule Sachsenwald Am Fuchsberg wird kaum noch genutzt.
Foto: Weitzel
7,2 Hektar stehen seit fünf Jahren leer: Die Sportschule Sachsenwald Am Fuchsberg wird kaum noch genutzt.
Vor mehr als fünf Jahren wurde der Sportschule Sachsenwald des Hamburger Sportbundes (HSB) das Leben ausgehaucht: Nach knapp 50 Jahren schloss der HSB die Anlage am Fuchsberg. Mit ihrem Betrieb hatte er zuletzt 250.000 Euro minus gemacht. Seitdem werden die 7,2 Hektar mit Schwimmbad, Sauna, Kraftraum, Kantine, 34 Zimmer mit 75 Betten, ein Gemeinschaftsraum, Seminarräume, zwei Rasen-, zwei Grandplätze, ein Rasen-Mehrzweckfeld kaum noch genutzt.
Dabei steht im Jahresbericht des Sportbundes von 2010: „Ein zentraler Punkt in der Sportentwicklungsplanung ist die Sicherung knapper Sportflächen.“ In dem Bericht ist auch zu lesen, dass die Sportschule den HSB jährlich 61.000 Euro kostet. Auch für 2012 ist noch eine Einnahme von 28.000 Euro durch die Anlage in Wentorf geplant. Denn die Tennisplätze sowie die zwei Hallen dürfen TSG-Bergedorf, Sportclub Wentorf und Gymnasium noch nutzen. Ansonsten herrscht seit 2009 Eiszeit zwischen Eigentümer und Wentorf.
Doch jetzt kommt offenbar Bewegung in die Sache: Ein neues Gespräch wurde für Februar angesetzt, ein genauer Termin steht allerdings noch nicht fest. „Auf Dauer können wir diese Anlage nicht brachliegen lassen“, sagt HSB-Geschäftsführer Ralph Lehnert. „Das wissen wir auch.“ Warum es keine Gespräche mehr gab, kann er selbst nicht so recht erklären. „Dass wir teilweise wie ein Immobilienhai hingestellt oder uns kommerzielles Interesse unterstellt wurde, war sicher nicht zweckdienlich“, hält Lehnert fest. „Auch wir sind ein gemeinnütziger Verein. Jetzt stecken wir gerade alle Kräfte in die Modernisierung unseres Haus des Sports.“ Eine Lösung für die Sportschule Sachsenwald müsse sich für den HSB auch wirtschaftlich tragen.
Auch in jahrelangen Beratungen konnten sich der HSB und Wentorf nicht auf ein zukunftsträchtiges Konzept für die Sportschule einigen. Die vom HSB vorgeschlagenen Sportparks fanden bei der Politik wegen der umliegenden Wohnbebauung keinen Anklang. Die Vorschläge versiegten schließlich. Wentorf machte von seiner Planungshoheit Gebrauch und schloss Wohnbebauung auf dem Areal aus. „Versilbern“ kann der HSB es seitdem nicht mehr.
„Ralph Lehnert hat sich mit einer E-Mail an mehrere Wentorfer Politiker gewendet“, berichtet Bürgervorsteher Andreas Hein. „Ich habe ihm im Namen aller Politiker signalisiert, dass wir immer zu Gesprächen bereit sind.“ Denn die Gemeinde brauche Halle und Sportplatz für das Gymnasium. „Der ist allerdings sehr marode“, stellt Hein fest. „Da muss etwas passieren.“ Auch einen Ankauf allein des Sportplatzes hatte die Gemeinde erwogen. Doch sie konnte sich mit dem HSB nicht über den Preis einigen. „Ich hoffe, dass wir zu neuen Ergebnissen kommen“, sagt Hein. „Momentan ist die Sportschule doch ein Groschengrab für den HSB.“ Lehnert sagt dazu: „Der momentane Zustand ist für uns nur eine Überbrückung.“
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