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Alle finden am Runden Tisch Gehör

Wentorf. Die Wentorfer Lohe ist im vergangenen Jahr als Nationales Naturerbe an die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein übertragen worden. Doch lassen sich die Interessen von Spaziergängern, Hundehaltern, Reitern und Sportlern mit dem Naturschutz vereinbaren? Das will die Stiftung bei einem Runden Tisch klären.
Lohe
Foto: Tamm
Die Stiftung Naturschutz will dafür sorgen, dass es in der Lohe keinen Raubbau mehr gibt. (Archivbild)
Die Freunde der Lohe werden aber langsam ungeduldig. Alle wollen dabei sein und ein Wörtchen mitreden, wenn die neue Eigentümerin, die Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, die Regeln für die Naherholung in der Lohe aufstellt. „Was muss ich machen, muss ich mich als Wortführerin anmelden?“, fragt sich beispielsweise eine Reinbeker Hundebesitzerin, die regelmäßig mit ihrem Vierbeiner in dem ehemaligen Truppenübungsgelände spazieren geht.
Thomas Voigt, Sprecher der Stiftung, beruhigt alle, die Angst haben, dass ihre Interessen kein Gehör finden könnten: „Uns ist bewusst, dass die Lohe ein besonders sensibles Gebiet ist, weil hier viele Menschen in der Nähe leben und sie für ihre Erholung nutzen.“ Zum ersten Treffen seien deshalb alle Interessenten herzlich willkommen. „Wir wollen ähnlich vorgehen wie beim Rülauer Forst in Schwarzenbek, der ebenfalls zu unserem Stiftungsland zählt“, erläutert Voigt.
Eingeladen werden außerdem die Bürgermeister der Gemeinden Wentorf, Wohltorf und Börnsen sowie weitere Würdenträger. Von der Stiftung haben die ehrenamtliche Vorstandsvorsitzende Herlich Marie Todsen-Reese, der Geschäftsführer Dr. Walter Hemmerling, der Flächenmanager Bernd Struwe-Juhl und der Förster Eckard Wenzlaff ihr Kommen zugesagt.
Sie wollen zunächst das grobe Konzept der Stiftung für die künftige Nutzung vorstellen. Im Anschluss werden die Ideen, Wünsche und Anregungen der Gäste gesammelt und notiert. Mone Böcker moderiert das Gespräch.
Außerdem hat sie für das weitere Prozedere die Aufgabe, die verschiedenen Interessensgruppen und jeweils einen Wortführer zu benennen. Die werden dann zu den folgenden Workshops eingeladen, in denen noch im Frühjahr Kompromisse gefunden und das Konzept für die Lohe ausgetüftelt werden sollen. „Wir wollen möglichst viele Menschen mitnehmen“, erklärt Voigt.
Der erste Runde Tisch trifft sich am Freitag, 17. Februar, um 18 Uhr im Amtsgebäude, Christa-Höppner-Platz 1, in Dassendorf.
1 Kommentar
Herwig Kuhlmann meint:
Für alle Teilnehmer am Runden Tisch ist es nützlich und m.E. notwendig, sich vorher im Entwicklungskonzept Jacob+Hess aus dem Jahre 1999 einzulesen. Dieses Konzept ist der Leitfaden der Stiftung und der Gemeinden, 28 Seiten A 4 stark und über die Stiftung vorher einzufordern.
Außerdem haben über das BUND-Mitglied H. Kuhlmann schon über 9 Lohe-Interessierte und Fachkundige Vorschläge an die Stiftung eingereicht.

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