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Aktive Feuerwehrleute verzweifelt gesucht

Wentorf. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Wentorf werben zurzeit intensiv um neue aktive Mitglieder. Sie verteilen Flyer am Casinopark oder stecken sie unter die Scheibenwischer der geparkten Autos.
Am Kiefernhain in Wentorf steht der Dachstuhl eines Holzhauses in Flammen. Die Feuerwehr konnte zunächst nur mit elf Rettern eingreifen.
Foto: Christoph Leimig
Am Kiefernhain in Wentorf steht der Dachstuhl eines Holzhauses in Flammen. Die Feuerwehr konnte zunächst nur mit elf Rettern eingreifen.
Denn mit 45 Aktiven ist die Wentorfer Wehr von den vom Bedarfsplan des Landes empfohlenen 60 Einsatzkräften noch weit entfernt. „Je mehr aktive Mitglieder, desto größer die Chance, dass wir in der Not ausreichend Retter haben“, sagt Wehrführer Dirk Sacher.
Das sah bei einem Einsatz am vergangenen Dienstag zunächst anders aus, als ein Doppelhaus Am Kiefernhain brannte. Am Einsatzort trafen zuerst nur elf der 45 ehrenamtlichen Retter ein. Denen wurde sofort das Ausmaß des Brandes klar, sodass Helfer nachalarmiert wurden. In solchen Fällen wird automatisch Unterstützung aus Reinbek und Wohltorf sowie die Reinbeker Drehleiter angefordert. Außerdem wurden die Börnsener Kameraden alarmiert. Schließlich kamen noch acht Wentorfer hinzu. Die dadurch etwa 80 Feuerwehrleute konnten ein Übergreifen auf den unteren Teil des Doppelhauses verhindern. Die Bewohner, eine Familie mit Kind (3), hatten rechtzeitig das Haus verlassen und blieben unverletzt.
„Es kam alles zusammen: Einige Kameraden waren krank, einige dienstlich, andere bestimmt auch privat unterwegs“, erläutert Wehrführer Sacher. „So etwas ist zuvor nicht vorgekommen.“
Laut Brandschutzgesetz ist die Gemeinde verpflichtet, eine leistungsfähige Feuerwehr zu stellen. Der Bedarfsplan empfiehlt für Wentorf zudem eine Drehleiter. Sie wird seit 2009 zur Sicherung des zweiten Rettungsweges für Neubauten, die höher als drei Etagen sind, gebraucht. Ein Verweis auf die Reinbeker Drehleiter zieht offenkundig nicht: Sie war am Dienstag erst nach zwölf Minuten statt in den vorgeschriebenen zehn Minuten am Einsatzort.st
14 Kommentare
herbert meint:
@ dirk ... ich hatte auch schon mal... Das kann man so sehen oder so sehen. Wichtig und klugschieten gibts doch überall.
Oliver meint:
Moin, Ich persönlich denke, das die sinkende Zahl aktiver Mitglieder auch mit der eingestellten Wehrpflicht zu tun hat. Wer sich nicht für den Dienst an der Waffe begeistern konntehatte die Alternativen Zivildienst oder Dienst im Katastrophenhilfsdienst oder Feuerwehr. Seit die Zahlen der Einberufungen gesunken sind, war es auch nicht mehr in, Ersatzdienst zu leisten. Wo es nun keine Wehrpflicht mehr gibt, wird es noch weniger. So ein bischen Druck hilft der Freiwilligkeit schon-so richtig freiwillig machen es zu wenig. Ist so... leider....
Dirk meint:
Freiwillige Feuerwehr...? Ich habe mal vor ein paar Jahre an einem Treffen teilgenommen, da war mein Interesse groß. Leider kann ich mit Leuten nicht, die sich "Wichtig" nehmen. Ich dachte immer die FFW sei eine Gemeinschaft, aber hier ging es nur wer mit wem und wer nicht. Kam mir vor wie eine Vorstandssitzung im Kleingartenverein. Auf der Arbeit nichts zu melden, aber hier ist man "wichtig". Sorry, das ist nicht meine Welt. Nicht böse sein.

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