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Ölteppich auf ganzer Breite der Elbe

Kirchwerder. Großeinsatz gestern am späten Donnerstagnachmittag auf der Elbe: In Höhe Krauel hatte sich ein geschlossener Ölteppich bis zur niedersächsischen Seite ausgebreitet und trieb bei ablaufendem Wasser in Richtung Zollenspieker.
Die Einsatzkräfte sammeln sich  am späten Donnerstagnachmittag am Fähranleger Zollenspieker.
Foto: Christoph Leimig
Die Einsatzkräfte sammeln sich am späten Donnerstagnachmittag am Fähranleger Zollenspieker.
Die alarmierten Feuerwehren vom Krauel und aus Altengamme ließen für den Fall, dass Ölsperren ausgelegt werden müssen, um das nahegelegene Naturschutzgebiet am Zollenspieker und andere Uferbereiche zu schützen, ihre Kleinboote zu Wasser. Auch die Berufsfeuerwehr aus Bergedorf, Einsatzkräfte aus Niedersachsen und der Umweltdienst waren zur Stelle.
Zeugen hatten beobachtet, dass ein Binnenschiff, das in Richtung Hamburger Hafen unterwegs war, gegen 16.30 Uhr in Höhe Krauel Treibstoff oder Öl abgelassen hatte. Schon kurze Zeit später schwamm ein sichtbarer Schmierfilm auf dem Fluss.
Die Einsatzkräfte verschafften sich einen Überblick über das Ausmaß der Verschmutzung und alarmierten vorsorglich die Spadenländer Feuerwehr, die vom Hafen Oortkaten aus die Lage erkunden sollte. Währenddessen zerfaserte die Strömung den Teppich aber zusehends, löste ihn schließlich vollends auf. Gegen 19 Uhr war keinerlei Verschmutzung der Wasseroberfläche mehr zu erkennen.
Für die Beamten der Wasserschutzpolizei, die ebenfalls zum Einsatzort gekommen waren, begann nun erst die eigentliche Arbeit: Sie mussten den vermeintlichen Sündenbock im Hafen ausfindig machen, der laut Zeugenaussagen den Großeinsatz verursacht hatte.
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