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Nach der Dürre fällt die Ernte schlecht aus

Bergedorf. Die Landwirte haben nun besonders viel zu tun. Sie dreschen Weizen und Roggen. Wintergerste ist bereits abgeerntet, ebenso der meiste Raps. Die Erträge fallen in diesem Jahr jedoch bescheiden aus. Die wochenlange extreme Hitze störte das optimale Wachstum des Getreides.
Auf den Feldern wird nun, nach Wintergerste und Raps, Weizen und Roggen geerntet.
Foto: Timo Jann
Auf den Feldern wird nun, nach Wintergerste und Raps, Weizen und Roggen geerntet.
Beim Raps sind die Erträge niedriger als in den vergangenen Jahren, sagt Heinz Behrmann, Präsident des Hamburger Bauernverbandes: „Die Landwirte ernteten bis zu 40 Doppelzentner pro Hektar, sonst waren es bis zu 45.“ Doch weil die Dürre die Landwirtschaft in ganz Europa belastete, rechnet er damit, dass sich die Preise „gut entwickeln“.
Weizen und Roggen sind erst jetzt reif zur Ernte. Behrmann, der in Hamburg-Sülldorf selbst Getreide anbaut, rechnet mit starken Ernte-Einbußen – beim Roggen um bis zu 40 Prozent. „Er wird im Norden und Westen Hamburgs auf leichtem Boden angebaut, der das Wasser kaum speichern kann.“ Durch eine eher geringe Nachfrage können die schlechten Erträge nicht ausgeglichen werden. Behrmann: „Roggen wird für Schwarzbrot gebraucht – und das essen nur die Deutschen.“
Weniger schlecht sieht es aus Sicht der Bauern beim Weizen aus: Hier sind zwar Mindererträge im Bereich von 20 Prozent zu erwarten, „aber weltweit klagen die Landwirte über schlechte Ernten“. Deshalb werden derzeit für einen Doppelzentner Weizen etwa 18 Euro bezahlt. Vor einem Jahr gab’s nur zwölf Euro.
„Gerste und Raps können mit Hitze umgehen, deshalb haben wir in Hamburg bei der Wintergerste gute Erträge erzielt. Sie liegen sogar rund zehn Prozent über dem durchschnittlichen Ertrag der Vorjahre“, sagt Behrmann.
Schwierig ist die Situation für Bauern, die Vieh halten: Weil Futtergras vertrocknet ist, müssen sie Silage und Kraftfutter zufüttern. Beim Futtermais, der im September/Oktober geerntet wird, zeichnen sich Ernte-Einbußen von rund 30 Prozent ab. Behrmann: „Diese zusätzlichen Kosten können von den Landwirten nicht an den Großhandel weitergegeben werden.“ In den Vier- und Marschlanden sind sie jedoch kaum betroffen: „Hier wächst der Mais gut, weil der Boden tief und schwer ist“, sagt Behrmann.
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