Ochsenwerder
Bebauung soll ortstypischer werden
Sonntag, 14. März 2010 20:47
- Von Thomas Heyen
Ochsenwerder. Die Planung für die Bebauung im Herzen Ochsenwerders - dem sogenannten "Kirchenhof" - hat sich grundlegend geändert. Sie soll nun weniger dicht und dem dörflichen Charakter besser angepasst erfolgen.

Foto: Bezirksamt Bergedorf
Der neue Entwurf für das Gelände zwischen Ochsenwerder Landscheideweg, Graumanntwiete und Kirchendeich.
Im Sommer war von 30 Wohneinheiten auf dem 7000 Quadratmeter großen Kirchengelände zwischen Ochsenwerder Landscheideweg und Graumanntwiete die Rede, darunter drei Stockwerke hohe Mehrfamilienhäuser und schlauchförmige Gebäude mit Stadthaus-Charakter. Die Firma Finanz Immo, die das Projekt für die Kirchengemeinde entwickelt, hat inzwischen den Architekten gewechselt: Die Stadtplaner von Evers & Küssner wollen nur 17 Einfamilienhäuser bauen – kleinere Gebäude auf größeren Grundstücken als ursprünglich vorgesehen.
„Der Plan wurde komplett überarbeitet. Die Vorstellungen des Architekten gingen an den Wünschen der Kunden vorbei, waren auch nicht im Einklang mit den Vorstellungen der Stadtplaner im Bezirksamt“, sagt Peter Panzer von Finanz Immo. Die ursprünglich geplanten Häuser waren zu dicht aneinander gebaut, zu modern und nicht ortstypisch. Panzer: „Der neue Plan bringt beides unter einen Hut: eine offene und großzügig gestaltete Bebauung, die trotzdem auch für junge Familien bezahlbar ist.“
Mehr als 40 Anfragen liegen für die energiesparenden „WK-Effizienzhäuser 70“ bereits vor. Panzer hofft, dass der Bebauungsplan bald erstellt und abgesegnet wird, damit mit dem Bau der Wohnanlage „Kirchenhof“ schnell begonnen werden kann.
„Derzeit können Häuslebauer besonders viel Geld sparen, weil Hamburg Energiesparhäuser fördert. Das kann sich aber schnell ändern“, sagt sein Kollege Peter Strampe. Die Bauzeit schätzen die Immobilien-Experten auf „sechs bis acht Monate“. Strampe: „Das geht schnell, weil parallel gebaut werden kann, nicht ein Haus nach dem anderen.“
Der Stadtplanungsausschuss will dem nicht im Weg stehen: In der jüngsten Sitzung stimmten die Ausschuss-Mitglieder der Einleitung eines Bebauungsplanverfahrens („Ochsenwerder 12“) zu. Festsetzungen zur exakten Größe der Grundstücke trafen sie jedoch nicht. Darüber herrscht noch Diskussionsbedarf.
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