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Angler müssen mit Anzeigen rechnen

Altengamme. Der Stint macht sich noch ein wenig rar in der Elbe. Vor einem Jahr drängten sich Angler in Höhe des Norddeutschen Hauses am Ufer, fingen in wenigen Stunden Hunderte der begehrten Speisefische. Doch damals war es deutlich wärmer.
Stint
Foto: Thomas Heyen
Die meisten Stintangler in Altengamme blieben bisher ohne Erfolg. Dem Stint ist es zu kalt.
Nun stehen dort nur vereinzelt Angler, die trotz der Kälte ihr Glück probieren. Doch sobald das Wasser eine Temperatur von neun Grad Celsius hat, dürfte es wieder eng am Elbufer werden. Dann zieht der Stint zum Laichen in großen Schwärmen in Richtung Oberelbe.
Die Angler müssen sich in dieser Saison allerdings genau an die Regeln halten – sonst kann ihre Angelausrüstung konfisziert werden, ist sogar mit einer Anzeige wegen Fischwilderei zu rechnen. Nachdem das Hamburgische Fischereigesetz bereits Ende 2007 geändert und in den vergangenen Jahren meist ein Auge zugedrückt wurde, sollen Fischereiaufseher nun hart durchgreifen. Wichtigste Änderung: Statt fünf dürfen nur noch zwei Haken an der Angelschnur befestigt werden.
Der Angelsportverband Hamburg hat – auf Druck der Fischereibehörde, die auch den Tier- und Naturschützern gerecht werden muss – etwa 50 seiner Mitglieder mit entsprechenden Befugnissen ausgestattet. Die Fischereiaufseher dürfen bei Fehlverhalten der Angler deren Personalien aufnehmen und Anzeigen schreiben. Die Aufseher und auch die Polizei, die verstärkt präsent sein wird, wollen auch darauf achten, dass die Angler keinen Müll hinterlassen – ein Problem, das in den vergangenen Jahren immer größer geworden ist.
„Wir müssen uns an die Vorgaben des Gesetzgebers halten und diese in die Tat umsetzen helfen“, sagt Rainer Stoof, Vizepräsident des Angelsportverbandes Hamburg (17.000 Mitglieder), und fügt hinzu: „Wenn wir Angler uns nicht an die neuen Regeln halten, wird es Verbote geben.“
Eine weitere Gesetzesänderung schreibt den Anglern vor, maximal zwei Ruten gleichzeitig zu benutzen. Bisher wurden pro Angler drei Ruten gestattet. „Dies betrifft aber nicht die Stint-Angler, die sowieso nur mit einer Rute angeln. Sie muss ja immer wieder ausgeworfen und die Haken ständig durchs Wasser gezogen werden“, sagt Stoof.
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