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Diese Straßen brauchen sofort Hilfe

Bergedorf. Zehn Millionen Euro schwer ist das „Winternotprogramm“ für Straßen der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU). Damit sollen die schlimmsten Frostschäden im Hamburger Straßennetz beseitigt werden.
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Schlagloch
Foto: Wiebke Schwirten
Schlaglöcher bzw. Flickenteppiche auf dem Moorfleeter Deich und dem Ochsenwerder Landscheideweg müssen dringend repariert werden
Was für die sieben Hamburger Bezirke reichen soll, davon könnte jedoch allein Bergedorf schon etwa die Hälfte gebrauchen.
Gut 4,5 Millionen Euro werden an zusätzlichen Haushaltsmitteln veranschlagt, um die heftigsten Schäden auf den Straßen in Bergedorf und in den Vier- und Marschlanden beseitigen zu können. 16 Bezirksstraßen und vier Hauptverkehrsstraßen, die in der Zuständigkeit der BSU liegen, hat der Bezirk mit „akutem Handlungsbedarf“ unter dem Stichwort „Sanierung und Grundinstandsetzung“ bei der BSU angemeldet. Volumen: gut drei Millionen Euro. Doch diese Liste ist nur eine Momentaufnahme, werde laufend ergänzt, bestätigt Bezirksamtleiter Christoph Krupp. „Ich denke, zehn Millionen Euro sind nicht das letzte Wort. Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk hat gesagt, sie wolle sich zuerst mal einen Überblick verschaffen.“
Zudem wurden jetzt vom Bezirk 37 Straßenabschnitte benannt – davon allein 22 im Landgebiet. Zusätzliche Haushaltsmittel in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro sind veranschlagt, sie zu flicken. Dem Fachausschuss für Verkehr und Inneres werden die Listen am Montag vorgelegt. Dann tagen die Politiker ab 17.30 Uhr an der Wentorfer Straße 38.
Der größte Brocken in der Liste „Sanierung und Instandsetzung“ ist die Alte Holstenstraße zwischen Ernst-Mantius-Straße und Ludwig-Rosenberg-Ring mit 900.000 Euro zusätzlicher Haushaltsmittel. Wie sehr es sich rächt, Straßen jahrelang verkommen zu lassen, zeigt die Summe von 780.000 Euro, die für den Ausbau des Billwerder Billdeichs vom Mittleren Landweg bis zur Bezirksgrenze gefordert wird. Die Straße ist seit Jahren marode, hat durch den strengen Winter noch mal ordentlich eins mitbekommen. 200.000 Euro aus dem Winternotprogramm erhofft sich Bergedorf auch für den Straßenzug „Reitbrooker Mühlenbrücke“ – ein Paradebeispiel für misslungenes Patchwork aus Uraltstraßendecke, Kaltasphaltfüllungen und fast täglich neuen Schlaglöchern.
Dass auch provisorische Flickarbeiten richtig teuer sind, zeigt die Liste der 37 Straßen, bei denen einige mit 100000 Euro und mehr zu Buche schlagen, etwa der Zweite Fersenweg, oder Teilbereiche des Gammer Wegs und des Neuengammer Hausdeichs.
  • Lesen Sie in der gedruckten Mittwochausgabe der Bergedorfer Zeitung eine derzeit vollständige Liste der Straßen, die mit Geld aus dem Notprogramm saniert werden sollen.
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