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Eben saniert – schon wieder kaputt

Moorfleet. Die Fahrbahn auf der Norderelbbrücke wurde acht Monate lang aufwendig instand gesetzt. In dieser Zeit floss der Verkehr dort nur zäh über die Autobahn 1.
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Autobahn
Foto: Heyen
Im neuen Asphalt der Autobahnbücke sind viele Risse zu sehen.
Im November 2008 war die Fahrbahnsanierung, die erste seit 45 Jahren, abgeschlossen. Kosten: 2,3 Millionen Euro. Nun ist der Fahrbahnbelag auf der 30 Meter breiten Brücke schon wieder kaputt: In Fahrtrichtung Bergedorf finden sich zahlreiche Risse am rechten Fahrbahnrand.
Die Risse reichen über die volle Länge der Brücke. Sie sind laut Helma Krstanoski „wenige Zentimeter tief“. Die Sprecherin der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) betont, dass die Risse nur die Deckschicht betreffen. Die darunter liegende Zwischenschicht und der Schutzanstrich seien nicht rissig. Die BSU will nun die Ursachen klären.
Helma Krstanoski geht davon aus, dass es sich um Gewährleistungsschäden handelt. Dann müsste das verantwortliche Straßenbauunternehmen für den entstandenen Schaden geradestehen. Helma Krstanoski: „Wir sind mit der Firma im Gespräch.“ Die BSU hat – seit Ende der Sanierung – fünf Jahre Anspruch auf Gewährleistung. „Dies ist im Brückenbau die übliche Zeit“, sagt die BSU-Sprecherin. Um welche Schadenshöhe es sich handelt, vermochte sie nicht zu sagen.
„Wir werden die Risse aufmerksam beobachten, gucken, wie sie sich entwickeln“, sagt Helma Krstanoski, die auf regelmäßige Prüfungen hinweist. Denn: Bis zur Behebung der Schäden müssen sich die Autofahrer noch gedulden. Die Reparaturen sollen erst im Sommer erledigt werden. Dann dürfte der Verkehr auf der Norderelbbrücke – zumindest in Fahrtrichtung Bergedorf – wieder nur stockend fließen.
Erst am vergangenen Donnerstag waren zwei der drei Fahrstreifen auf der A1 zwischen der Anschlussstelle Hamburg-Öjendorf und dem Autobahnkreuz Hamburg-Ost in Fahrtrichtung Lübeck wegen Reparaturarbeiten gesperrt worden. Dort mussten – zum Teil auch in dem neu ausgebauten Bereich – Frostschäden repariert werden.
2 Kommentare
Chris meint:
Tja, Geiz ist Geil. Sieht man ja auch an der U-Bahn in Köln, wo die Streben einfach nicht eingebaut wurden und einfach weiterverkauft wurden. Über eine Milliarde in den Sand gesetzt. Tja, Niedriglohn sei Dank. Und da könnte man noch viele Bundesländer nennen, neuerdings ja auch Düsseldorf. Hauptsache, die Arbeitgeber verdienen sich dumm und dämlich. Am Ende des Jahres liest man dann im Buch des Steuerzahlerbundes, dass wieder 30 Milliarden und mehr einfach sinnlos verbrannt worden sind.
Genervt meint:
...das ist der Preis für "Geiz ist geil!". Drücken, drücken und noch billiger, unqualifizierte Betriebe usw. Wen wunderts dann, wenn die Qualität der Arbeit so miserabel ausfällt und dies speziell in Hamburg. Die Herrschaften sollten sich mal in anderen Bundesländern, wie S-H oder Bayern schlau machen. Hier sehen die Straßen deutlich besser aus. Wenn man sich das Geflicke der Straßen ansieht, braucht man sich später über Schlaglöcher nicht zu wundern. Ganz nach dem Motto, was schert mich Qualität, der Steuerzahler wird es schon richten....

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