Gartenbau
Gärtner wollen neue Strukturen
Mittwoch, 3. März 2010 21:16
- Von Thomas Heyen
Hamburg. Der Gartenbauverband Nord wird neu strukturiert. Die 13 Kreisverbände in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, darunter der Kreisverband Vier- und Marschlande, werden aufgelöst.

Foto: DPA
In einem Gewächshaus stehen die ersten blühenden Primeln des Jahres.
Stattdessen ist die Gründung von drei Landesgruppen (eine für jedes Bundesland) geplant. Diese Verschlankung der Verbandsführung beschlossen mit großer Mehrheit die etwa 100 Delegierten, die sich gestern zum „3. Norddeutschen Gartenbautag“ in der Fischauktionshalle versammelt hatten.
In 2011/2012 soll die Reform umgesetzt werden. Zuvor muss das Präsidium die Weichen stellen, etwa Satzungsänderungen vornehmen. Im Vorstand der Landesgruppen sollen die Vorsitzenden der Landesfachgruppen vertreten sein. Die Fachgruppen des Verbandes sind in die Bereiche Zierpflanzen, Obst, Gemüse und Friedhof aufgeteilt.
Der Verband will sich auch um weitere Fachgruppen bemühen, berichtet Präsident Andreas Lohff. Bei der Partnersuche hat er etwa Baumschulen und Floristen, aber auch Dienstleistungs- und Handelsbranchen im Visier. „Wir wollen uns weiteren grünen Bereichen öffnen und die Kräfte bündeln“, sagt er.
Grünes Licht gaben die Delegierten auch einer geografischen Erweiterung: Gemeinsam mit dem niedersächsischen Gartenbauverband soll bis 2015 ein starker „Regionalverband“ geschaffen werden. Lohff: „Die niedersächsischen Kollegen stehen einer Fusion ebenfalls aufgeschlossen gegenüber.“
Mit der Strukturreform will die Verbandsspitze dem Mitgliederschwund entgegenwirken: Rund 550 Gärtner sind im Gartenbauverband Nord organisiert, fast 200 weniger als vor zehn Jahren. „Viele Betriebe wurden aufgegeben“, sagt Lohff.
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung der Gärtner war die Wahl zweier Vizepräsidenten: Arno Albers (59) aus Curslack wurde zum Nachfolger von Heinrich Quast gewählt, der nach mehr als zehn Jahren aus Altersgründen nicht mehr kandidierte. Albers ist zuständig für das Bundesland Hamburg. Thomas Heinemann, zuständig für Mecklenburg-Vorpommern, wurde in seinem Amt bestätigt. Dr. Hans-Hermann Buchwald (Schleswig-Holstein) stand turnusmäßig nicht zur Wahl.
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