ARD dreht für „Großstadtrevier“
Jan Fedder ermittelt auf Neuengammer Werft
Freitag, 4. Dezember 2009 21:07
Neuengamme. Der Wind pfeift zwischen den aufgepallten Booten, die hier am Curslacker Brückendamm 13 im Winterlager liegen. Es ist kalt, das Thermometer zeigt sechs Grad Celsius.
Die Atmosphäre am Filmset ist angespannt. Techniker arbeiten konzentriert, Scheinwerfer leuchten, jeder Handgriff sitzt. Auf der Bootswerft Neuengamme wird eine Szene für Folge 8 der 24. Staffel der ARD-Kultserie „Großstadtrevier“ gedreht.
„Du sollst arbeiten Mensch! Ich hab dich nicht fürs Herumstehen engagiert“, sagt Jan Fedder zu einem Techniker, der gerade einmal nicht an einem Scheinwerfer dreht, und lacht. Etliche Regenschirme liegen parat, Generatoren summen. Jede Menge Kabel liegen auf dem matschigen, durchweichten Boden.
So geht es über eine Stunde lang. Im Fernsehen wird die Sequenz nur zwei Minuten lang sein. Aufnahmeleiter Fritz: „Für solch einen Dreh wird schon ein ziemlicher Aufwand betrieben. Etwa 30 Techniker sind ständig am Set. Hinzu kommt eine wechselnde Anzahl an Komparsen – heute sind es nur fünf.“
Der geeignete Drehort steht meist lange vor Beginn der Dreharbeiten fest: Das Studio Hamburg beauftragt eine Agentur, die sogenannte Locationscouts aussschwärmen lässt. Sie suchen – oft in ganz Deutschland – nach dem richtigen Drehort für jede einzelne Szene.
In Folge 8 der aktuellen Staffel des „Großstadtreviers“ geht es um Schutzgelderpressung: Ein als Erpresser polizeibekannter Hamburger Geschäftsmann meldet einen Einbruch in seine Werft. Die Einbrecher haben 50.000 Euro mitgehen lassen. Dass es sich dabei um Schutzgeld handelt, wissen zunächst nur die Zuschauer...
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