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Reges Treiben auf der SSB-Werft

Ochsenwerder. Wer in diesen Tagen einen Abstecher über das Oortkatenufer macht, dem wird das rege Treiben auf dem Werftgelände der SSB Spezialschiffbau nicht entgehen. Die neue Fähre ist fast fertig, jetzt wird das GKSS-Forschungsschiff umgerüstet.
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SSB Werft
Foto: Monika Witt
Blick auf das Werftgelände: Im Vordergrund liegt die „Ludwig Prandtl“, dahinter die „Wolfgang Borchert“, hinten links ist die neue „Bügeleisen“-Fähre zu erkennen.
Die Hadag-Fähre „Wolfgang Borchert“, die das SSB-Team vor zwei Jahren um 1,30 Meter verbreiterte und entsprechend auch verlängerte, liegt zurzeit wegen kleinerer Reparaturen auf der Werft. Auf der „Ludwig Prandtl“, dem Forschungsschiff des GKSS-Forschungszentrums in Geesthacht, gibt es für die 20 Mann starke Belegschaft schon mehr zu tun. Es soll umgebaut werden. Schließlich muss die elfte Fähre, die die kleine Werft für die Hadag Seetouristik und Fährdienst AG baut, Ende des Monats fertig sein. „Dann wird sie überführt und am 5. November getauft“, sagt SSB-Geschäftsführerin Renate Schütte.
SSB Werft
Foto: Monika Witt
Das Forschungsschiff der GKSS "Ludwig Prandtl" soll umgebaut werden.
Das neue Schiff der „Serie 2000“ – wegen seiner Form auch „Bügeleisen“ genannt – „wird voraussichtlich auf der Linie 62 zwischen Landungsbrücken und Teufelsbrück verkehren“, sagt Hadag-Vorstandsvorsitzende Gabriele Müller-Remer. Ihr Unternehmen plant, auch die „Falkenstein“ verbreitern und verlängern zu lassen, um die Fähre so auf den neuesten Stand der Technik zu bringen und gleichzeitig die Zahl der Sitzplätze von 210 auf 250 zu erhöhen. „Die Verhandlungen laufen noch“, sagt Müller-Remer.
Auch die „Ludwig Prandtl“ soll mit neuer Technik ausgestattet werden. Dafür braucht sie einen schwenkbaren A-Rahmen am Heck, mit dem Messgeräte hinter dem Schiff geschleppt werden können. Ihn soll das SSB-Team einbauen. Die GKSS-Forscher brauchen den Ausleger in erster Linie für einen Scanfish. Dieses Gerät taucht regelmäßig von der Wasseroberfläche bis zu einer Tiefe von 400 Metern auf und ab. Dabei misst es Parameter wie Temperatur, Salzgehalt, Chlorophyll, Trübung und vieles mehr. Zwar unternimmt die „Ludwig Prandtl“ auch eintägige Forschungsfahrten in der Nord- und Ostsee. Mit seinem Tiefgang von maximal 1,70 Metern ist das 31 Meter lange und 6,25 Meter breite Schiff aber besonders gut im Wattenmeer und in Flussmündungen einsetzbar.
Um die Stabilität des Schiffes nach dem Einbau des A-Rahmens zu gewährleisten, wird der Brennstofftank, der sich etwa in der Mitte befindet, stillgelegt. „Stattdessen trennen wir von den beiden jeweils acht Kubikmeter fassenden Ballasttanks, die steuer- und backbord im vorderen Bereich des Schiffes untergebracht sind, knapp die Hälfte ab und nutzen sie für den Brennstoff“, sagt Dirk Kohl. Dafür müssen diverse Leitungen und Rohre verlegt werden – eine der leichteren Übungen für den Maschinenbaumeister.
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