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Ein Grashüpfer namens „Oortkaten“

Hamburg/Ochsenwerder. Kultursenatorin Professor Dr. Karin von Welck flog während der Zeremonie an den Landungsbrücken fast der Hut vom Kopf, doch ansonsten verlief die Taufe der neuen Hadag-Fähre im Bügeleisen-Format wie am Schnürchen.
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Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck tauft die Fähre, ...
Foto: Heyen
Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck tauft die Fähre, ...
Pünktlich um 12.25 Uhr zerschellte am gestrigen Freitag eine Flasche Champagner an der Bordwand des Motorschiffes (MS) „Oortkaten“, danach spielte die „Hamburger Pankoken Kapelle Hermann Hansen“ auf. Zahlreiche Fotografen und Fernsehteams verfolgten die Taufe des Schiffes vom Typ 2000, das von der „SSB Spezialschiffbau Oortkaten GmbH“ in Ochsenwerder gebaut wurde.
„Rund 6,8 Millionen Fahrgäste waren im vergangenen Jahr mit uns auf der Elbe unterwegs“, sagte Gabriele Müller-Remer, Vorstand der Hadag. Die Fahrgastzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr um 6,25 Prozent gestiegen, seit 1998 haben sie sich sogar verdreifacht.
Die „Oortkaten“ ist das elfte „Bügeleisen“ der Hadag und die zehnte Fähre, die auf der SSB-Werft angefertigt wurde. „Wir fühlen uns sehr geehrt, dass die Hadag unseren Standort als Schiffsnamen gewählt hat“, sagte SSB-Geschäftsführerin Renate Schütte. Ein weiteres Fahrgastschiff für die Hadag wird dort bereits gebaut. Es soll im September in Betrieb genommen werden.
Das MS „Oortkaten“, an deren Außenflächen für die Internationale Gartenschau Hamburg im Jahre 2013 geworben wird, ist ab sofort auf der Linie 62 unterwegs: Das Schiff fährt täglich von etwa 5 Uhr bis gegen Mitternacht zwischen Sandtorhöft und Finkenwerder, macht Halt an vielen Hadag-Haltestellen. Die Fähre kann mit einem HVV-Ticket genutzt werden.
Günter Elste vom Vorstand der Hamburger Hochbahn bezeichnete die Bügeleisen-Optik als Prädikat, „auch wenn sie anfangs Spott erntete“. Renate Schütte meinte, der Begriff sei für die grün-weiße „Oortkaten“ sowieso nicht optimal: „Bei der Schiffsüberführung erreichte uns ein Funkspruch der ‚Nala’. Die meinten: ‚Das Schiff sieht ja aus wie ein Grashüpfer’.“
Die „Oortkaten“ ist fast 30 Meter lang und gut acht Meter breit. Sie fasst 250 Fahrgäste, die Platz unter und über Deck haben. Die Toiletten sind behindertengerecht, zudem gibt es Stauraum für Fahrräder und Kinderwagen. Für die nautische Sicherheit sorgt ein modernes elbkartengestütztes Radarsystem, das das Radarbild in die Elbkarte spiegelt und per Satellit den Standort des Schiffes auf den Meter genau angibt.

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