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So wird von der Fähre aus gelöscht

Zollenspieker. Feuer und Wasser sind ihre Metiers – dennoch war die Übung auf der Fähre für 30 Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kirchwerder-Süd eine ungewöhnliche Premiere.
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FF Übung
Foto: Wiebke Schwirten
Die Glocke der Elbfähre "Hoopter Möwe 2". Im Hintergrund ist die Feuerwehr an Bord, um vom Wasser aus zu löschen.
„Käpt’n Kuddl“, Karl-Heinz Büchel, sorgte mit seiner „Hoopter Möwe 2“ vor dem Zollenspieker Fährhaus für eine besondere Atmosphäre. Mit zwei Löschfahrzeugen „enterten“ die Blauröcke die Fähre. Eine Stunde später war Karsten Dabelstein, Bereichsführer Vierlande, mehr als zufrieden mit der Leistung von Wehrführer Bernd Rieck und seinen Leuten: „Ihr habt hier die Szenarien auf engem Raum hervorragend gemeistert. Die Arbeit war sehr engagiert, die Kommunikation sehr gut.“
Die Szenarien waren folgende: Ein Schiff brennt auf der Elbe, es verliert brennbare Flüssigkeit, teilweise kann nur mit Atemschutz gearbeitet werden. Weitere Katastrophen: Feuer am Fährhaus und im Hafen.
Zügig wurden Rohren installiert, mit deren Hilfe per Pumpe Wasser angesogen wurde. In kürzester Zeit sprühten zwei B-Rohre und zwei Wasserwerfer ihren Strahl bis zu 40 Meter weit. Etwa 1600 Liter gehen da pro Minute durch den Schlauch bei einem Druck von etwa 8 bar. Dazu kommen zwei etwas schwächere, schiffseigene Spritzen. Der Einsatz unter Atemschutz wurde penibel protokolliert. Dazu kam eine besondere Notiztafel zum Einsatz, die per „Eieruhr-Alarm“ anzeigt, wenn nach bestimmter Zeit im dichten Rauch kämpfende Kameraden überfällig sind. Nicht zuletzt wurde der Austausch von Einsatzkräften und Material geübt, legte das Einsatzboot der Wehr perfekt an Kuddls Fähre an.

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© Bergedorfer Zeitung 2008