Klima
Wassermassen auf den Elbwiesen
Mittwoch, 25. März 2009 20:19
Altengamme. Die geplante Überflutung der Borghorster Elbwiesen beschäftigt schon seit langem Politik, Verwaltung, Anwohner und Naturschützer. Während eifrig über den weiteren Umgang mit dem Naturschutzgebiet diskutiert wird, demonstriert Mutter Natur dort ihre Kraft: Seit Tagen herrscht auf den Borghorster Elbwiesen ein hoher Wasserstand.

Foto: Thomas Heyen
Das Naturschutzgebiet Borghorster Elbwiesen ist überflutet – hier vom Horster Damm aus in Richtung Altengammer Hauptdeich fotografiert.
Der Grund für die starken Überflutungen sind die hohen Wasserstände in der Elbe.
Anwohner hatten einen Defekt an dem Klappensiel neben dem " Wasser-Einleitungs-Bauwerk" (Pumphaus) vermutet, mit dem die Wasserstände reguliert werden können. "Wir haben die Anlage überprüft. Es ist alles in Ordnung", sagt Astrid Trejbal, Leiterin des Außenbezirks Geesthacht des Wasser- und Schifffahrtsamtes Lauenburg, verantwortlich für die Anlage in Altengamme. Derzeit führt die Stromelbe Hochwasser, "wie jedes Jahr um diese Zeit", sagt Astrid Trejbal.
Der Pegel an der Messstation in Geesthacht (Freibad) beträgt zurzeit 4,73 Meter über Normalnull – gegenüber vier Metern an durchschnittlichen Tagen. "Da fließen 1914 Kubikmeter Wasser pro Sekunde die Elbe hinab. Das ist schon viel", sagt die Expertin. Der hohe Wasserstand liege an dem Schmelzwasser, das von Tschechien in Richtung Nordsee fließt.
Otto Stahlbaum macht sich täglich ein Bild von dem Zustand der Borghorster Elblandschaft. Der Escheburger bezweifelt, dass dort alles korrekt abläuft: "Der Wasserstand auf den Wiesen und Teichen ist heute der gleiche wie auf der Elbe“, sagt er. Er vermutet, dass das Klappsiel doch desolat ist. " Es war vor dieser Regenperiode lange trocken, da kann sich doch nicht so viel Wasser ansammeln."
Ob technischer Schaden oder Naturgewalten: Die Altengammer, deren Häuser direkt am Deich liegen, haben durch anhaltend hohe Wasserstände auf den Borghorster Elbwiesen besonders mit feuchten Wänden zu kämpfen, denn das sogenannte Qualmwasser (Grundwasser, das den Deich unterströmt) dringt ins Hinterland.hy
Bergedorfer Zeitung Online
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