Windkraft

„Ronja“ aus der Nähe besehen

Neuengamme.  Anwohner aber auch Menschen aus der weiteren Umgebung haben am Sonnabend den Tag der offenen Tür der Net OHG genutzt, und sich „Ronja“, eines der neuen, großen Windräder am Neuengammer Hausdeich näher angesehen.

Gegner der großen Anlagen machten an der Straße mit Transparenten und Schildern auf ihre Bedenken aufmerksam. Einer „Gefährdung des Trinkwassers“ widersprechen die Betreiber. Es werde beispielsweise für die Windräder mit etwa 160 Quadratmetern nicht mehr Fläche versiegelt, als für ein Einfamilienhaus. Näher kamen sich die Kontrahenten in der Sache nicht.

Andere Besucher, wie etwa Andreas Schapals (51) aus Marschacht, informierten sich über die Technik der Windräder, viele wollten einmal aus der Nähe hören, wie laut die neuen Anlagen sind. „Bei den alten Mühlen kann ich mehr Geräusche wahrnehmen als bei dieser“, sagte Hartwig Rehder (62), Landwirt aus Neuengamme. Bettina Albright (57) aus Altengamme hingegen versicherte, dass auch 500 Meter entfernt noch Schlaggeräusche zu hören seien. Negativ empfindet sie zudem den Eingriff in Natur.

Volkmar und Christel van Ophüsen waren aus Hamburg gekommen, um sich zu informieren. „Wir verstehen die Gegenargumente. Doch wir brauchen die Energie“, sagt der 77-Jährige. So wie er die Anlage wahrgenommen habe, sei sie nicht sehr laut und laufe nicht so unruhig wie die kleineren Windräder.