Borghorster Elbwiesen
Für den Nabu ein Sonderfall
Dienstag, 10. März 2009 23:19
Altengamme. Der Naturschutzbund (Nabu) Hamburg unterstützt nun doch das Naturschutzprojekt in der Borghorster Elblandschaft. „Wir stehen nach wie vor zu dem Naturschutzprojekt in Borghorst, bei dem wertvolle Überschwemmungsflächen geschaffen werden sollen“, erklärt Rolf Bonkwald, Vorsitzender des Nabu Hamburg. „Wir werden die Verwirklichung des Projektes in Zukunft weiterhin unterstützen.“
Damit klären die Naturschützer ein „Missverständnis“, das ihre Kritik an der Ausgleichsmaßnahme kürzlich ausgelöst hatte. Im Kern ist ihre Haltung unverändert: Naturzerstörung darf nicht in bereits bestehenden Naturschutzgebieten ausgeglichen werden. Die Borghorster Elblandschaft sei allerdings eine Sonderfall. Dieses Naturschutzprojekt komme Natur und Mensch zugute, weil es Lebensraum für seltene Tiere und Pflanzen schaffe, aber auch dem Hochwasserschutz diene.
Bis zum Bau von Schleusenkanal und Leitdamm Anfang der 1970er-Jahre breitete sich das Elbwasser zweimal täglich ungehindert über die Wiesen der Borghorster Elblandschaft aus. Das ermöglichte eine große Artenvielfalt. Mit der Öffnung des Leitdammes soll der ursprüngliche Zustand wiederhergestellt werden.ten

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