Angelsaison
Hier wird im Sekundentakt Stint aus der Elbe geangelt
Altengamme. Der Stint ist zurück - und mit ihm die Angler am Ufer der Elbe. Gerade zieht der kleine Verwandte des Lachses in großen Schwärmen zum Laichen. Das macht es den Anglern leicht, denn die Fische lassen sich ohne Köder aus dem Schwarm ziehen.
Sie kommen aus Pinneberg, Stade oder Ratzeburg, um in Altengamme Stint zu fangen: Am Ufer der Elbe, in Höhe des Norddeutschen Hauses, standen gestern mehr als 30 Angler, die den lachsartigen Fisch im Sekundentakt aus dem Fluss zogen. Stint zieht nun in großen Schwärmen elbaufwärts zum Laichen.
Karlheinz Meier aus Geesthacht fing gestern in drei Stunden etwa 80 Fische. "Das sind rund zweieinhalb Kilogramm", sagt er. Am Vortag hatte der 65-Jährige ebenso viel gefangen. "Die Fische werden von mir gesäubert und eingefroren. Im Sommer feiern wir mit Verwandten und Freunden, insgesamt fast 20 Leute, eine große Party auf unserer Terrasse. Dann wird der Stint verspeist", sagt Meier. Dazu brät der Geesthachter den Fisch in Roggenmehl und Salz.
Einen Köder benötigen die Stint-Angler nicht. Meier: "Der blanke Haken reicht. Nach jedem zweiten Wurf hängen ein, zwei Fische dran. Sie werden aus dem Schwarm gerissen."
Für 20 Euro werden im Altengammer Fährhaus Jahreskarten verkauft, die zum Fischfang in der Elbe in Altengamme berechtigen. Tageskarten kosten 3 Euro. "Hier wird auch regelmäßig kontrolliert, ob die Angler alle solche Karten besitzen. Die Kontrolleure sind vor allem an den Wochenenden unterwegs, wenn besonders viel los ist", sagt Meier. Die Kontrolleure prüfen auch, ob die Angler sich auch sonst an die Vorschriften halten, etwa maximal zwei Haken an der Angel befestigen.
Ärgerlich: Abends sollen regelmäßig "Angler" am Elbufer stehen, die den Stint mit einem Netz (Senke) vom Grund fangen. Diese Art des Stintfangs ist verboten.











