21.02.12

Straßenkunst

Streetart-Trend schwappt aus den USA ins Landgebiet

Kirchwerder. Es kommt ursprünglich aus Texas und hat jetzt Kirchwerder erobert: das "Guerilla knitting" oder Graffiti-Stricken. Dabei werden Gegenstände im öffentlichen Raum durch Strickarbeiten verändert – wie jetzt auch der umstrickte Strommast am Warwischer Hinterdeich.

Guerilla Knitting
Foto: Schwirten Jutta Weber-Pohl mit einem Teil der Strickschlange vor dem umstrickten Holzmast.

Etwa zwei Meter hoch ist der Mast in bunte Wollringel gehüllt und verbreitet so einen kuscheligen Eindruck. Urheberin der Strickkunst am Deich ist Jutta Weber-Pohl.

Guerilla Knitting
Foto: Schwirten Obwohl er nicht friert: Der Holzmast mit Strickmantel.

"Der Holzmast steht genau in Sichtweite von meinem Wohnzimmerfenster", erzählt sie. Von dort aus habe sie schon Menschen gesehen, die mit eher bedrückter Miene heranspazierten, dann aber stehen blieben und über den umstrickten Holzmast lächelten. Und genau das möchte die fleißige Handarbeiterin erreichen: einen Moment Freude schenken.

Für die Strickarbeit hat Jutta Weber-Pohl Wollreste verarbeitet. Aus ihnen entsteht derzeit eine meterlange Wollschlange, die sich später vom Mast bis zum Straßenschild winden soll. Auch in Bergedorf, etwa bei der Stadtteilschule Bergedorf, sind schon "Strick-Graffiti" an Baumstämmen gesehen worden. Als Erfinderin der Straßenkunst, die auch "Urban Knitting" oder "Yarn bombing" genannt wird, gilt Magda Sayeg. Sie und einige Freundinnen begannen 2005 in Texas damit, Pfosten von Wegweisern und Parkuhren mit Strickereien zu umgarnen. Damit wollten sie einfach nur dies: Farbe und Fröhlichkeit ins großstädtische Betongrau bringen.

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