Viruserkrankung
Schmallenberg-Virus bei Lämmern in Bergedorf
Freitag, 3. Februar 2012 16:33
Bergedorf. Jetzt hat sich der Verdacht bestätigt: Die fehlgeborenen Lämmer aus Bergedorf waren mit dem Schmallenberg-Virus infiziert. Das bestätigten die Untersuchungsergebnisse des Friedrich-Loeffler-Instituts. Die Infektion grassiert offenbar bundesweit, Tiere aus 280 Betrieben sind betroffen.

Foto: Heyen
Diese Lämmer sind gesund. In bundesweit 280 Betrieben ist jedoch das Schmallenberg-Virus nachgewiesen worden.
In Hamburg sind bei Schafen und Heidschnucken die ersten Infektionen mit dem
Schmallenberg-Virus festgestellt worden. Untersuchungen des
Friedrich-Loeffler-Instituts bestätigten den Verdacht bei vier
missgebildeten Lämmern, wie die Gesundheitsbehörde der Hansestadt am Freitag
mitteilte. Eine Gefahr für Menschen bestehe nicht.
Als Überträger des Virus gilt die Stechmücke, sodass sich die Tiere
wahrscheinlich schon im Vorjahr angesteckt haben. Verdachtsfälle werden
jetzt mit einer neuen Analysemethode des FLI überprüft. "Es
ist so, das man da jetzt schaut und analysiert", so eine Sprecherin des
Landesamtes für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. "Daher
findet man nach und nach auch etwas."
Erkrankungsfälle bei Schafen, Ziegen und Rindern wurden den Angaben der
Behörde zufolge bereits aus 280 Betrieben in zehn weiteren Bundesländern
gemeldet. Auch in den Niederlanden, Belgien, Frankreich und Großbritannien
wurde das Virus nachgewiesen. Die in Hamburg betroffenen Lämmer stammen aus
zwei Schafherden aus Bergedorf und Harburg.
Das Landwirtschaftsministerium appelliert weiterhin an alle Tierhalter, sich
bei Verdachtsfällen an das zuständige Veterinäramt zu wenden.ad
Bergedorfer Zeitung Online
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