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Storch Rolf ist als erster aus dem Süden zurück

Curslack. Weißstorch Rolf ist nach drei Monaten im Winterquartier wieder in seinen Horst. Dieser Termin ist ein neuer Rekord: So früh ist noch keiner zurück gekehrt. Sein weißes Gefieder macht Hoffnung auf einen schönen Sommer.
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Erster Storch Vierlande 2012
Foto: Grundmann
Storch Rolf genießt die Morgensonne.
Die Überraschung war perfekt: Mit lautem Geklapper kehrte gestern Morgen Weißstorch Rolf nach knapp dreimonatiger Winterpause in seinen Horst am Achterschlag zurück. Hatte ihn das Heimweh gepackt? Der ungewöhnliche Zeitpunkt lockte allein vier Kamerateams und ein Dutzend Fotografen auf das Grundstück der Familie Grundmann. „So früh ist noch kein Storch hier gelandet“, sagt Storchenbetreuer Jürgen Pelch vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu). „Zehn Tage eher als im Vorjahr.“
Dabei zog es Storch Rolf 2011 spät westwärts. Anfang November brach der beringte Zugvogel in sein Winterquartier nach Spanien oder Portugal auf. „Er musste sich erst von der Rekordbrutpflege mit vier Jungstörchen erholen“, sagt Pelch, der die imposanten Vögel seit 36 Jahren betreut. In den nächsten drei Wochen erwartet Pelch die Ankunft der Storchengattin Maria.
Ein Blick auf die Zeittafel der „Curslack-Afrika-Airlines“ vor der Hecke des Grundmannschen Hofes zeigt den Wandel der Ankunftszeiten. „Seit 2007 ist der Curslacker Storch immer früher eingeflogen, erst Anfang März, dann sogar Anfang Februar“, sagt Pelch. Ob die frühe Ankunft mit der Klimaerwärmung einhergeht, mag er nicht bestätigen. Als Wetterprognose reicht aber auch ein Blick auf das Federkleid: „Rolf hat schneeweißes Gefieder, im Volksmund kündigt das einen schönen Sommer an“, sagt Pelch und schmunzelt.
Nach der Horstinspektion flog Rolf auf Futtersuche in die überschwemmten Wiesen. Bei den frostigen Temperaturen sind Feldmäuse seine Hauptnahrungsquelle. In Notzeiten füttert Familie Grundmann mit Fischfilet. „Rolf wird hier richtig verwöhnt mit Häppchen auf dem Rasen unter seinem Horst“, sagt Pelch. Das sei aber die Ausnahme, weil die Vögel schließlich Wildtiere bleiben sollen.
Generell bemängelt der Naturschützer die intensive Landwirtschaft mit Pestizideinsatz, die es für Störche immer schwieriger mache, ausreichend Insekten, Eidechsen, Würmer und Frösche zu finden. Als eine der „letzten Futterkammern“ bietet das Curs?lacker Wasserwerksgelände noch genügend unbelastete Jagdgründe für Störche und anderes Getier. Bislang zählen die Vier- und Marschlande mit 17 Paaren und mehr als 40 Jungtieren im Rekordjahr 2011 zu dem Storchengebiet in Hamburg. In Harburg nisten noch zwei Paare. Der Nabu stellt 50 Horste zur Verfügung. „Wir hoffen, dass die Störche auch in diesem Jahr gesund zurückkommen“, sagt Pelch.
Wer Storch Rolf bei der Nestrenovierung beobachten möchte, bekommt unter www.Nabu-Hamburg.de/storchenwebcam Live-Einblicke in sein Storchennest.
4 Kommentare
Augen Auf meint:
@der fuchs

Mal den Artikel lesen! Da steht etwas Notzeiten drinnen.
der fuchs meint:
Mich würde mal interessieren, was passiert mit Rolf wenn wir jetzt plözlich Schnee und Eis kriegen. Der findet doch gar nichts zum fressen. Oder müssen wir Ihm die Frösche auf einem Silbertablett servieren.
Anti Klimaveränderung meint:
Ich finde es erschreckend! Natürlich hat es etwas mit der Klimaveränderung zu tun. Irgendwann fliegen sie gar nicht mehr ins Winterquartier.

Ich finde ihn aber süß, den ollen Rolf.

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