Gartenschau
Spaziergang durch die achte Welt
Freitag, 20. Januar 2012 16:15
- Von Thomas Heyen
Bergedorf/Wilhelmsburg. Am 26. April 2013 eröffnet in Wilhelmsburg die Internationale Gartenschau (IGS). Hier haben die Vier- und Marschlande einen eigenen 2500 Quadratmeter großen Bereich, als eine von fünf Kulturlandschaften, die typisch für die Metropolregion Hamburg sind.

Foto: DPA
So soll die Kulturlandschaft Vier- und Marschlande auf dem IGS-Gelände aussehen: Sie ist rechts im Bild, mit Gemüse- und Blumenfeldern sowie einem Gewächshaus. Links daneben ist die Kulturlandschaft Lüneburger Heide mit typischen Heidegewächsen
Erstmals nach 40 Jahren wird es in Hamburg wieder eine Internationale Gartenschau (IGS) geben. Etwa 70 Millionen Euro investiert die Stadt in die Mega-Schau auf der Elbinsel Wilhelmsburg, die am 26. April 2013 eröffnet wird. Bis Oktober 2013 erwarten die Besucher prachtvolle Blumen und vieles mehr auf einer Fläche von mehr als 100 Hektar. Einen eigenen Bereich haben die Vier- und Marschlande. Sie werden als eine von fünf Kulturlandschaften präsentiert, die typisch für die Metropolregion Hamburg sind.
Im Süden des riesigen Geländes entsteht auf 2500 Quadratmetern die Kulturlandschaft Vier- und Marschlande. Die Besucher der Gartenschau können mit einer kleinen Bahn bis zum Süd-Bahnhof fahren. Von dort aus ist es nur ein kurzer Spaziergang zu „Klein Vier- und Marschlande“. Umgeben ist die Kulturlandschaft von der Lüneburger Heide, dem Alten Land, Pinneberger Baumschulen und einer schleswig-holsteinischen Knick-Landschaft.
„Die fünf Kulturlandschaften bilden quasi die achte Welt“, sagt Chefplaner Wolfgang Denien und verweist auf die sieben Themenwelten, die den meisten Platz bei der Ausstellung einnehmen. Eingebettet in diese Welten – etwa die „Welt der Häfen“ oder die „Welt der Kulturen“ – sind 80 Gärten. Denien: „Sie wurden von Architekten rund um den Globus entworfen.“
Ab dem Frühjahr werden die Gärten und Kulturlandschaften bepflanzt. „Die Ausschreibung läuft seit Anfang Dezember“, berichtet Andreas Kröger. Er koordiniert gemeinsam mit Christine Seiler als Regionalmanager die Vier- und Marschländer Präsenz in Wilhelmsburg.
Die Basisarbeiten – etwa Baumrodungen, Bodenaustausch, das Anlegen von Wegen und das Verlegen von Entwässerungs- und Telefonleitungen – sind nach zwei Jahren abgeschlossen, berichtet Denien. Zahlreiche Gebäude im Nordteil des Geländes sind mitten im Bau, sollen rechtzeitig zur IGS-Eröffnung fertig sein – etwa eine Blumenschauhalle, die nach der Ausstellung als Basketballhalle genutzt werden soll, eine Kletterhalle, ein Schwimmbad und ein „Wälderhaus“. Auch Projekte wie ein neues Altenheim, ein Ärztehaus und der neue Sitz der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, die im „Eingangsbereich“ im Norden der IGS vorangetrieben werden, sind „hoffentlich bis April 2013 fertig“, sagt der Chefplaner.
In der Kulturlandschaft Vier- und Marschlande sollen nicht nur prachtvolle Blumen und leckere Gemüsesorten wachsen: Auftritte von Tanzgruppen und Chören sind ebenso geplant wie Programme für Kinder sowie das Demonstrieren von Pflanz-Techniken und Pflanz-Aktionen mit den Besuchern, sagt Kröger. Platz dafür bietet eine der insgesamt vier IGS-Bühnen, vor der es sich etwa 250 Zuschauer bequem machen können. Daneben soll es einen ständigen „Bauernmarkt“ mit festen Ständen geben.
Während in den 80 Gärten und fünf Kulturlandschaften Ende Mai neue Pflanzen die Frühlingsblumen ersetzen sollen, gibt es in einem Gewächshaus der Vier- und Marschländer noch mehr wechselnde Bepflanzungen. „Wir wollen dort diverse Pflanzen in bestimmten Stadien zeigen und demonstrieren, wie Gartenbau funktioniert. Das Gewächshaus dient außerdem als Pavillon, in dem sich die Besucher informieren können“, sagt Kröger.
Eine weitere Herausforderung für die beiden Regionalmanager ist die Koordinierung des Programms, mit dem IGS-Besucher ins Landgebiet gelockt werden sollen. Kröger: „Außerdem wollen wir in Bergedorf für die IGS werben – etwa bei Veranstaltungen im Rahmen der Feier zum 850. Geburtstag Bergedorfs.“
Zum Bergedorfer Engagement bei der IGS gibt es eine Infoveranstaltung für alle Interessierten am Freitag, 17. Februar, um 14 Uhr im Bildungs- und Informationszentrum am Ochsenwerder Landscheideweg 277. Dort sollen Arbeitsgruppen gegründet werden, die sich in Bereichen wie Tourismus und Produktvermarktung engagieren. Kröger: „Die Projekte, die wir auf den Weg bringen, sollen nach der IGS weiterlaufen.“

Abo
Printarchiv
Leserbrief
Kontakt
Gastro-Tipps
Preisvergleich
Leserreisen
Versicherungscheck
Energievergleich
Immobiliensuche











TukTuk meint:
Ist wie mit der Elphi (Elbphilharmonie). Kommste heut nicht, kommste morgen, im nächsten Jahrhundert vielleicht bestimmt.
renate neumann meint:
http://www.bergedorfer-zeitung.de/vier-und-marschlande/article133919/Hier_laesst_sich_gut_Urlaub_machen.html?k=2#kommentar