Polizeibilanz
Hauptdeich wird zur Rennstrecke
Donnerstag, 19. Januar 2012 11:24
- Von Jule Monika Witt
Fünfhausen. Trotz regelmäßiger Kontrollen durch die Polizei sind auf dem Hauptdeich weiterhin viele Raser unterwegs. Hauptsächlich sind es einheimische Autofahrer, die hier immer wieder die Geschwindigkeit überschreiten.

Foto: Schütt
Die Polizei kontrolliert am Hauptdeich.
Dass die Polizei auf dem Hauptdeich häufig die Geschwindigkeit misst, ist hinlänglich bekannt. Dieser Tatbestand scheint aber keinerlei Auswirkungen auf das Fahrverhalten der Vier- und Marschländer zu haben. Denn sie sind es in erster Linie, „die die zulässige Geschwindigkeit erheblich überschreiten“, sagte Bernd Krösser, Leiter des Bergedorfer Polizeikommissariates, im Regionalausschuss.
„167 km/h haben wir im vergangenen Jahr in der Spitze gemessen.“ Erlaubt sind auf dem Gros des 32 Kilometer langen Deichabschnitts 60 km/h. Um derart rasen zu können, müsse man sich auf der Strecke schon gut auskennen, meinte Krösser. Bei den Temposündern handelt es sich auch nicht überwiegend um Motorradfahrer, deren Lärm und Massenauftritte bei der Bevölkerung oft genug für Ärger sorgen. „Die meisten Raser sind Autofahrer“, stellte Krösser klar.
Allgemein gelte für den Hauptdeich, dass dort deutlich zu schnell gefahren wird und dass die Temposünder trotz vermehrter Geschwindigkeitskontrollen nicht gravierend weniger geworden sind. Anders verhält es sich auf den Nebendeichen. Zwar wird auch dort die erlaubte Geschwindigkeit überschritten, „aber wesentlich geringer“, sagte Krösser. „Eher im Verwarngeldbereich“ – also weniger als 21 km/h zu schnell. Auch technische Veränderungen an den Motorrädern seien gar nicht so häufig.
Dass die Zweiräder oft als sehr laut empfunden werden, liege eher an einer unvernünftigen Fahrweise. „Da wird kurz das Gas aufgedreht, um schnell auf Tempo 60 oder 70 zu kommen“, sagte Krösser. „Das macht natürlich Krach.“ Als Konsequenz aus den Erfahrungen in 2011 zieht Bergedorfs Polizeichef, „dass wir in diesem Jahr noch mehr kontrollieren werden“. In puncto Wohnungssuche der drei neuen Polizeiposten gebe es leider noch keinen Erfolg.
Nicole von der Heide nutzt weiterhin den alten Polizeiposten auf dem Spieker als Büro. Dort ist sie während ihrer Dienstzeit auch telefonisch zu erreichen (7230291). Knuth Witt und André Suhr teilen sich das alte Büro am Durchdeich 156, das ebenfalls weiterhin unter der bekannten Telefonnummer (040) 7372472 zu erreichen ist. Hinter den Kulissen wird zurzeit fleißig gerechnet. „Vielleicht sanieren wir das Haus am Durchdeich doch, und Herr Witt zieht dort ein“, sagte Krösser. „Dann müssten wir aber die Bereiche tauschen, denn Herr Witt ist ja zurzeit für Ochsenwerder und Moorfleet zuständig.“ Für den Bereich Zollenspieker wird dagegen geprüft, ob sich ein Anbau an dem Neubau der Freiwilligen Feuerwehr Kirchwerder-Süd rechnet oder nicht.

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Informant meint:
Hahn fordert ja auch Tempo 30 für den gesamten Autoverkehr.
Und warum keine Vorschriften, dass Fußgänger Reflexflächen an Ihrem Körper haben sollen? Für Kinderkleidung und Ränzel gibt es schon Regeln dafür.
Hahn meint:
Wie wär's mit 'ner Zulassung für Schuhe, damit Fußgänger auf öffentlichen Gehwegen laufen dürfen?
Kirchwerderaner meint: