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Die DLRG schließt ihre Wache am Eichbaumsee

Allermöhe. Am Eichbaumsee geht eine Ära zu Ende: Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Bergedorf (DLRG) schließt nach 25 Jahren ihre 1987 eröffnete Rettungswache an der Südseite des Sees.
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Mitglieder der DLRG räumen am Wochenende die Station am Eichbaumsee.
Foto: Christoph Seemann
Mitglieder der DLRG räumen am Wochenende die Station am Eichbaumsee.
Nach dem Ende der durch Feuer mehrfach ruinierten Wache am Baggersee in Boberg vor zwei Jahren, bleibt jetzt nur noch der Stützpunkt am Hohendeicher See. „Wir haben uns mit der Entscheidung sehr schwer getan“, sagt Arne Schicke, Bezirksleiter der DLRG Bergedorf. Für die Lebensretter war die Wache am Eichbaumsee nicht irgendein Stützpunkt: „Sie war bei den Mitgliedern sehr beliebt auch wegen der herrlichen Lage. Wir haben dort viel Arbeit investiert. Und vor allem steckt da viel Herzblut drin“, sagt Schicke. So war den DLRGlern, die am Wochenende die Station räumten, Wehmut anzusehen. Tatsächlich umgab die Wache, die aus vier holzverschalten, grasbewachsenen Röhren und einem kleinen Turm besteht, ein ungewöhnliches, uriges Flair. Die Mitglieder haben selbst eine Stromleitung vom Moorfleeter Deich aus bis zur Wache gelegt, die Räume regelmäßig gewartet. Erst vor vier Jahren richteten sie eine der Röhren mit einer gemütlichen Wohnlandschaft her. Jetzt muss alles raus. Die leeren Räume werden dem Landesverband der DLRG zurückgegeben. Möglicherweise findet sich ein anderer Verein, der sie nutzen möchte.
Bei Regatten auf der Dove Elbe wurde die Wache am Eichbaumsee in den vergangenen Jahren von der DLRG noch als Stützpunkt genutzt, verlor aber mit dem Ausbau des Regattazentrums an Bedeutung. Eine regelmäßige Besetzung gibt es schon seit Jahren nicht mehr, da auch der Eichbaumsee seit Ende 2007 für den Badebetrieb gesperrt ist. Wann er wieder freigegeben wird, dazu bedarf es mittlerweile „eines Blicks in die Kristallkugel“, meint Schicke. Darauf aber mögen Landesverband und Bezirk nicht setzen und sparen daher mit der Aufgabe der Wache lieber die laufenden Kosten. Nicht zuletzt hatten sich Vandalismusschäden und Einbrüche gehäuft. Im Jahr 2008 war sogar ein Rettungsboot gestohlen worden.
Im DLRG Bezirk Bergedorf sind derzeit etwa 30 Mitglieder unter anderem in der „Schnellen Einsatzgruppe“ und im Katastrophenschutz aktiv. Zudem engagieren sich Jugendliche in Nachwuchsgruppen. Arne Schicke freut sich über die stabile Mitgliederzahl und die geringe Fluktuation, aber auch über weitere Mitglieder. Die Geschäftsstelle am Ladenbeker Furtweg 120 ist donnerstags von 18 bis 20 Uhr geöffnet, Telefon (040) 7388738. Infos im Netz unter www.bergedorf.dlrg.de .
1 Kommentar
Böser Bruno meint:
Dem Dieb gehört die Hand ab!!!!

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