Einspeisevergütung

Zweifel am Bau neuer Windräder im Landgebiet

Foto: Heyen, Thomas

Neuengamme. Die geplante Reform des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) bereitet den Betreibern von Windrädern Sorgen. Es ist nicht sicher, ob wie geplant 19 neue Windräder in den Vier- und Marschlanden aufgestellt werden können.

Sollte der Bund die Einspeisevergütung wie geplant auch in den Binnenländern deutlich kürzen, würde sich die Aufstellung neuer Anlagen im bisher geplanten Maße womöglich nicht rentieren. „Dann müssten wir uns jeden Einzelfall genau ansehen“, sagt Klaus Soltau, der mit Jens Heidorn die Winenergiefirma NET OHG betreibt. Das Unternehmen will sechs eigene Windräder errichten, für die weiteren 13 ist es mit der Planung beauftragt worden.

In dem alten Eignungsgebiet in Neuengamme-West will die NET OHG eigentlich sechs bis zu 19 Jahre alte Anlagen gegen vier neue, leistungsstärkere Windräder mit einer Nabenhöhe von 100 Metern austauschen (Repowering). „Zwei neue Anlagen werden wir in jedem Fall aufstellen – im Herbst dieses Jahres“, sagt Soltau. Ob die beiden weiteren Windräder dann 2015 aufgestellt werden, hängt von der endgültigen Ausarbeitung der EEG-Reform ab. „Denn noch ist unklar, zu welchen Konditionen der grüne Strom eingespeist werden kann.“ So ist etwa ungeklärt, ob tatsächlich nur Anlagen, die bis zum 22. Januar dieses Jahres eine Genehmigung erhalten haben und noch in 2014 Strom liefern, unter das bisherige, günstigere Fördersystem fallen.

Wie es um die Rentabilität der Windräder steht und wie es mit dem Genehmigungsverfahren für das Repowering weitergeht, lesen Sie in der Printausgabe der Bergedorfer Zeitung/Lauenburgische Landeszeitung vom Freitag, 4. April ePaper / Abo.