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30.000 Gäste feiern - Danke für den großartigen Ernteumzug

Kirchwerder. So einen Ernteumzug gab es noch nie: Rund 30.000 Menschen standen an den Straßenrändern und feierten auf dem Festplatz. Erstmals marschierte der Umzug von der Kirche Richtung Zollenspieker.
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Kirchwerder Erntedankfest / Umzug
Foto: Carsten Neff
Erntekönigin Lina von der Heide und Prinzessin Natalie Zboinski begeistern mit ihrer umwerfend positiven Ausstrahlung.
Sie fassen sich an den Händen, treten einige Schritte vor und verneigen sich tief: „Danke“, sagen die Mitglieder des Organisationsteams des 34. Erntedankumzugs und Bezirksamtsleiter Arne Dornquast. Danke an das Engagement vieler fleißiger Helfer, Danke an mehr als 50 Vereine im Erntedankumzug, Danke an rund 30.000 Gäste am Straßenrand und auf dem Platz, Danke an die umwerfend sympathische Erntekönigin Lina von der Heide und Prinzessin Natalie Zboinski. Und Danke für ein Geschenk des Himmels: Strahlender Sonnenschein, sommerliche Temperaturen – so einen Umzug gab es noch nie.
Drei Tage lang währte die Festtagslaune, die am Sonnabend mit Konzerten im schönen Festzelt auf dem Spieker Platz begann. Da kurvten die Hochradfahrer und klapperten die Holzschuhe der „Losser Böggelrieders en Daansers“, tanzte und sang die Vierländer Speeldeel. Abends ging es weiter: Etwa 180 Gäste amüsierten sich beim Ernteball im Gasthof Hitscherberg.
Dicht an dicht saßen die Menschen Sonntagmorgen in der St.-Severini-Kirche. Die Kantorei, die Landfrauen Kirchwerder, „Flottbrass“ von Boris Havkin und der Musikverein Fischach sorgten für musikalischen Glanz, die holländischen Gäste rührten mit einem eigens zu diesem Anlass komponierten Loblied auf Vierlanden.
Bestens aufgelegt die Pastoren Ulrich Billet und Gottfried Lungfiel. Sie begeisterten mit einer Doppelpredigt von der Kanzel, ließen es an Witz, aber auch Nachdenklichkeit nicht fehlen. Die Erntegaben vor dem Altar im Blick, hallten Billets Worte über eine Milliarde hungernde Menschen auf der Welt kräftig nach. Umso mehr vermochten die Menschen es zu genießen, dass sie in Kirchwerder reich beschenkt wurden.
Erstmals marschierte der Umzug von der Kirche Richtung Zollenspieker. Der Start am Norderquerweg war gewöhnungsbedürftig, weiter als sonst war der Weg, manche Lücke im Umzug zu groß. Doch der Applaus der Gäste entschädigte, ebenso das tolle anschließende Fest auf dem Platz und im Zelt.
Die FF Kirchwerder-Süd vollbrachte das Kunststück, alle Festwagen auf dem knappen Platz unterzubringen. Als Retter in der Not erwiesen sich die kollegen von Kirchwerder-Nord für Torsten Bornhöft, Akkordeonspieler der Vierländer Speeldeel. Der vermisste zu Beginn des Umzugs sein Instrument. Es wartete unerreichbar weit an falscher Stelle auf ihn. Kein Problem jedoch für die freiwilligen Helfer, die es ihm flugs brachten. So stand auch später im Festzelt spontanen Musik-Einlagen bis spät in die Nacht nichts im Wege.
Mit einem gemütlichen Frühschoppen klang das Fest gestern aus. Fazit von Marlis Clausen vom Förderverein Erntedankfest: „Wir sind einfach glücklich und sagen herzlich Danke“.
2 Kommentare
Bernd meint:
Nach 10 (Erntedank) bzw 6 (Lokunfall) Wochen, könnte sich Ihre Redaktion auch mal was neues einfallen lassen.
Ein Gast aus Lüneburg meint:
Nach einer ausgedehnten Radttour durch die Vier u. Marschlande sollte für uns der Festumzug der krönende Abschluß sein. Die Plaketten wurden gekauft (10.00 €) doch wir waren traurig. Die Lücken zwischen den Gruppen waren oft viel zu lang. Von der Musik hatten wir überhaupt nix gehört, weder von den Gesangsvereinen noch von den Musikgruppen! War denen der Weg vielleicht zu lang? (wir standen ca. 100 m vorm Elbdeich am Zollenspieker) Selbst von den Gruppen, die gefahren wurden hörte man nichts.

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