Eichbaumsee
Trotz Unwetter 10.000 Wutzrocker am Eichbaumsee
Sonntag, 28. August 2011 19:23
- Von Thomas Schütt
Allermöhe. Etwa zehntausend Besucher feierten am Wochenende auf dem 33. Wutzrock-Festival am Eichbaumsee. 30 Bands rockten auf zwei Bühnen. Davor trotzten die Fans dem Regen von oben und Schlamm von unten. Die Stimmung war locker, Polizei und Sanitäter fast arbeitslos.
Wutzrock ist nicht kleinzukriegen. Selbst das schwere Unwetter vom Freitagabend – das Festivalgelände musste vorübergehend evakuiert werden – und der bis zum Sonnabendnachmittag anhaltende Regen konnten die etwa Zehntausend Besucher nicht vertreiben.

Foto: Schütt
Merten Schrumm (20) aus Curslack präsentiert die richtige Wutzrock-Ausrüstung gegen Regen und Schlamm.
Und der kann sich sehen lassen. Etwa 7000 Liter Bier, 3000 Liter alkoholfreie Getränke und unzählige Bratwürste und Steaks fanden ihre Abnehmer. „Damit sind die Kosten wahrscheinlich gedeckt“, sagt Pressesprecherin Sabine Vielhaben (53) erfreut.
Das Gelände am Eichbaumsee war eine riesige Schlamm-und Partymeile. Viele machten sich einen Spaß daraus, sich fast nackt im Matsch zu suhlen und sich nasszuspritzen. „Wutzrock ist geil, geil, geil“, schreit Andy Fröhlich (19) aus Lübeck, während er sich gerade kalt abduscht. Die Hamburgerin Marisa Burghardt sagt: „Wutzrock ohne Schietwetter ist kein richtiges Wutzrock.“ Auch liebe sie die entspannte Festivalatmosphäre. „Als es so geregnet hat, durften ich und meine drei Freundinnen bei so ’nem Typen mit unter den Schirm. Hier sind alle total nett.“
Bergedorfer Zeitung Online
- Fotoserie: Gewitter: Wutzrock wird zu "Schmutzrock"
- Orkanwarnung: Polizei evakuiert das Gelände
- Organisatoren haben "dicke Fische" an Land gezogen
- "Kapitalismus abschaffen und in einer freien Welt leben"
- "Wutzrock" auf wackeligen Beinen
- 33. Wutzrock-Festival - Das Wichtigste ist gutes Wetter!
- Mit Live-Konzerten Wutzrock retten
- Wutzrock versinkt im Schlamm
Polizei und Rettungskräfte zeigten sich mit dem Verlauf des 33. Festivals mehr als zufrieden. Lediglich am späten Freitagabend, als Polizisten wegen der Entspannung der Wetterlage, Gäste vom S-Bahnhof Mittlerer Landweg netterweise zurückholen wollten, beschimpfte und beleidigte ein 16-jähriges Mädchen die Polizeibeamten. Als eine Polizistin ihren Ausweis verlangte, bespuckte sie die Beamtin, trat und schlug mit Fäusten auf sie ein. Wenig später bedrohte ein betrunkener 23-jähriger Wilhelmsburger einen 20-Jährigen aus Bergedorf mit dem Messer. Beide Personen wurden festgenommen.
„Ansonsten hatten wir eine Null-Lage“, hieß es im Polizeijargon. Benjamin Otto vom ASB bilanziert: „Wir hatten nur etwa 50, vor allem kleinere Verletzungen zu versorgen. Das ist für ein Festival dieser Größe ungewöhnlich wenig.“
Eine umfangreiche Bildergalarie sehen Sie hier .






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