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Noch keine Baufirma beauftragt. Fertig erst 2013.

Moorfleet. Der Bau des Kompetenzzentrums für Gartenbau und Landwirtschaft verzögert sich erneut. Ursprünglich sollte das Zehn-Millionen-Projekt am Brennerhof seit Herbst 2010 genutzt werden. Nun ist erst 2013 mit der Fertigstellung zu rechnen.
Der Bebaungsplan: Das Zentrum wird auf vier Hektar Wiese zwischen Brennerhof, der A1 und dem Haus des Gartenbaus gebaut.
Der Bebaungsplan: Das Zentrum wird auf vier Hektar Wiese zwischen Brennerhof, der A1 und dem Haus des Gartenbaus gebaut.
Weil die erste, dreimonatige Ausschreibung nicht den gewünschten Erfolg brachte, lief im Sommer 2010 die europaweite zweite Ausschreibung. Derzeit werden „Gespräche mit den übrig gebliebenen Bietern“ geführt, sagt Susanne Meinecke, Sprecherin der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation. Es gehe darum, die Modalitäten der Ausschreibung – städtebauliche und funktionale Anforderungen von Behörde und späteren Nutzern – anzupassen.
„Bis zum 15. August gehen Briefe an die Unternehmen raus, in denen sie aufgefordert werden, bis zum 23. September verbindliche Angebote abzugeben“, sagt Meinecke. Sie rechnet damit, dass eines der Unternehmen Mitte November den Zuschlag erhält. „Dann folgen 15 Monate Bauzeit“, sagt die Sprecherin.
Die erneute Verzögerung begründet Meinecke mit den speziellen Anforderungen des Modellprojektes. Schließlich wird ein Generalunternehmer gesucht, der das Zentrum nicht nur baut, sondern auch über Jahre instand hält. Mehr als 5 Millionen Euro sind im Hamburger Haushaltsplan für die Instandhaltung und weitere Folgekosten wie Zinszahlungen vorgesehen.
Die Finanzierung stützt sich auf eine öffentlich-private Partnerschaft – ein Public Private Partnership (PPP). Auf den Weg gebracht haben das Projekt die Wirtschaftsbehörde als Bauträger, die Handwerkskammer als Partner und die Landwirtschaftskammer als Hauptnutzer.
In das Kompetenzzentrum einziehen werden unter anderem das Pflanzenschutzamt, der Bauernverband, die Landwirtschaftskammer und das Bildungs- und Informationszentrum des Gartenbaus (BIG). Am derzeitigen BIG-Standort am Ochsenwerder Landscheideweg sollen Wohnhäuser gebaut werden.
Das Zentrum wird auf vier Hektar Wiese zwischen Brennerhof, der A1 und dem Haus des Gartenbaus gebaut. Neben Büros und Lagerräumen sind ein Regenrückhaltebecken, ein großes Gewächshaus, Anlagen für Versuche mit Pflanzen und ein „Pflanzenkenntnispark“ vorgesehen.
Den Anstoß zum Bau des Kompetenzzentrums gab es bereits vor siebeneinhalb Jahren. Damals wurden die Kompetenzen im Bereich Gartenbau und Landwirtschaft in Norddeutschland neu aufgeteilt und gebündelt. Hamburg ist seitdem für den Pflanzenschutz zuständig. Der Beschluss, das Labor- und Versuchswesen auf einem Gelände zu bündeln, soll mit dem Kompetenzzentrum in die Tat umgesetzt werden.th
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