Derby
Luxusprobleme hier, „T-Frage“ dort
Donnerstag, 2. September 2010 20:22
- Von Olaf Lüttke
Oststeinbek/Bergedorf. Über den letzten Auftritt beim Oststeinbeker SV würden die Oberliga-Fußballer von Bergedorf 85 sicherlich gern den Mantel des Schweigens legen. Mit 3:0 führten die „Elstern“, bevor der OSV schließlich noch zum 3:3 ausglich.

Foto: Volker Koch
Artistische Ballannahme: „85“-Stürmer Yayar Kunath steht auf dem Sprung in die Startelf.
Dass die Rollenverteilung vor dem nächsten Lokalderby (Freitag, 3. September,19.30 Uhr, Meessen) eine andere – Bergedorf ist Tabellenvierter, Oststeinbek mit einem Spiel weniger Vorletzter – zu sein scheint, stimmt nur auf den ersten Blick. „Der OSV hat eine hohe Qualität in der Mannschaft wie das 6:2 gegen Norderstedt gezeigt hat“, lobt „85“-Coach Manfred Nitschke.
Dennoch geht seine Mannschaft als Favorit in die Partie. Denn die „Elstern“ präsentieren sich in dieser Saison deutlich spielstärker als 2009/10. „Wir haben eine enorme Breite“, weiß Nitschke. Auf dem Sprung in die Startelf ist Yayar Kunath. Eine Viertelstunde vor dem Abpfiff in der Partie gegen den FC St. Pauli II eingewechselt, sorgte der Stürmer, der zuletzt als Profi in Bahrain gespielt hat, für mächtig Wirbel. Der gebürtige Thailänder war an vier gefährlichen Aktionen beteiligt. Zwei davon führten zum späten 2:2. „Ich werde mir über seinen Einsatz Gedanken machen“, sagt Nitschke.
Dass Bergedorfs Coach deswegen sein Spielsystem mit nur einer Spitze umstellen wird, scheint im Moment ausgeschlossen. Vielleicht könnte sich Nitschkes Luxusproblem aber von selbst lösen. Jan Landau ist angeschlagen, konnte am Dienstag beim Training nur laufen.
Dass die Oststeinbeker gegen spielstarke Bergedorfer defensiv agieren werden, ist jedoch unwahrscheinlich. „Es ist nicht unser Naturell, uns zu verstecken“, weiß Trainer Stefan Kohfahl. „Wir müssen wieder dahin kommen, zu Hause mehr Dominanz auszuüben.“ Dabei wird Sezgin Akgül dem OSV nicht mehr helfen. Der 24-Jährige, vor Saisonbeginn von Victoria gekommen, hat sich Altona 93 angeschlossen.
Wer darf ins Tor?
Noch nicht entschieden ist die „T-Frage“. Wer wird gegen Bergedorf zwischen den Pfosten stehen? Kohfahl hat sich noch nicht zwischen Christoph Werth und Neuzugang Christian Gruhne entschieden. „Es ist hart für einen 19-Jährigen, soviel Verantwortung zu übernehmen“, sagt Kohfahl über Gruhne. Zur Erinnerung: Beim letzten Ligaspiel stand mit Maximilian Hinterkopf (21) ein junger Torwart zwischen den Pfosten, der nach dem 2:3 gegen Condor massiv in die Kritik geraten war und den Klub anschließend verließ.
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