Schriftgröße: A A A
Logo der Bergedorfer Zeitung
http://www.bergedorfer-zeitung.de/sport/lokalsport/article80483/Alles_eine_Sache_des_Glaubens.html
Link in E-Mail oder Instant-Message einfügen close

Alles eine Sache des Glaubens

Bergedorf. Die Partie schien entschieden. Der FC St. Pauli II führte im Spitzenspiel der Fußball-Oberliga gegen Bergedorf 85 mit 2:0. Gerade hatte „Elstern“-Mittelfeldspieler Sascha de la Cuesta das leere nicht getroffen (82.), was sollte jetzt noch passieren? Eine Menge!
Bergedorfs Philip Pettersson gewinnt das Kopfballduell (v.), Moritz Volz zeigt sich beeindruckt.
Foto: Volker Koch
Bergedorfs Philip Pettersson gewinnt das Kopfballduell (v.), Moritz Volz zeigt sich beeindruckt.
Die 88. Minute: Der eingewechselte Yayar Kunath zirkelt einen Kopfball in Richtung Torgiebel, aber mit einem Hechtsprung fischt St. Paulis Keeper Ole Springer den Ball aus dem Eck. Über Umwege landet die Kugel direkt vor den Füßen von Philip Pettersson, der den Anschlusstreffer erzielt.
Die 90. Minute: Rinik Carolus haut den Ball in den Strafraum, Kunath lässt das Spielgerät durch, Jurek Rohrberg zieht ab und trifft – 2:2. Die St. Paulianer können es nicht fassen, die Bergedorfer Spieler, und mit ihnen der Großteil der 750 Zuschauer, schreit seine Freude über den Last-Minute-Treffer heraus. „Wir haben immer an uns geglaubt. Durch unseren Einsatz haben wir uns das Unentschieden verdient“, sagte ein ob der Dramatik sichtlich gezeichneter „Elstern“-Kapitän Martin Sobczyk unmittelbar nach Spielschluss.
Etwas weniger euphorisch, fiel das Fazit von Manfred Nitschke aus. „Ich bin mit dem Spiel unserer Mannschaft nicht zufrieden gewesen, wohl aber mit dem Ergebnis“, resümierte der „Elstern“-Trainer. Denn es war ein ausgesprochen glücklicher Punktgewinn.
Die Mannschaft vom Millerntor beherrschte das Geschehen auf dem neuen Rasen im Langnese-Happiness-Stadion Sander Tannen über weite Strecken. Die Bergedorfer konnten sich aus der Umklammerung kaum lösen. Während die Kiezkicker mit den Profis Marcel Eger, Dennis Daube und dem früheren Premier-League-Spieler Moritz Volz agierten, konnte „85“ nur reagieren.
Doch Tormöglichkeiten blieben Mangelware. Einzig Daube prüfte mit einem Freistoß Bergedorfs Keeper Tobias Braun (38.). Die Gastgeber meldeten sich erst kurz vor dem Halbzeitpfiff, als Rinik Carolus einen Heber knapp neben das Tor setzte (42.). Nach dem Wechsel ging alles ganz schnell. Der bärenstarke Fousseni Allassani zog aus 18 Metern ab. Braun kann den Schuss zwar abwehren, doch vom Hacken von Ofus Oduro-Opuni springt der Ball ins Netz – Eigentor (47.).
Nur vier Minuten später schließt Nils Pichinot einen Konter zum 2:0 ab. Der frühere Curslacker hätte anschließend alles klar machen können, als er alleine auf Braun zulief. Doch der St. Pauli-Stürmer vergab kläglich (73.). Von den „Elstern“ war bis dahin nicht viel zu sehen gewesen. Erst der eingewechselte Kunath belebte das Offensivspiel. Der Rest ist bekannt.
Nur ein Bergedorfer schlich nach dem Schlusspfiff etwas unglücklich über den Rasen. De la Cuesta haderte mit seiner vergebenen Großchance. Doch zum Glück für ihn und die Bergedorfer trafen dieses Mal mit Pettersson und Rohrberg zwei Defensive.
Bergedorf: Braun (2); Pettersson (2), Sobczyk (2-3), Oduro-Opuni (3), Carolus (3); Rohrberg (2-3), Iscan (3-4); Gürel (3-4), de la Cuesta (2-3), Landau (3) ab 80. Goldgraebe (-); Örün (3-4) 74. Kunath (-).
Noch kein Kommentar abgegeben

nach oben
© Bergedorfer Zeitung 2008